Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Diabetiker: Schwaches Herz oft unerkannt

Aktuelles

Älterer Mann mit blauem T-Shirt und Brille

Viele Typ-2-Diabetiker haben eine Herzschwäche ohne es zu wissen.
© iceteastock - Fotolia

Mi. 27. November 2013

Diabetes: Herzschwäche wird häufig nicht erkannt

Typ-2-Diabetiker haben im Vergleich zu Nichtdiabetikern ein zwei- bis sechsfach erhöhtes Risiko für Herzschwäche. Rund 40 Prozent von ihnen leiden an solch einer sogenannten Herzinsuffizienz. Diese wird zudem häufig nicht erkannt. Darauf macht die Deutsche Diabetes-Hilfe aufmerksam.

Anzeige

Eine Herzschwäche entwickelt sich schleichend und äußert sich durch Leistungsabfall, Müdigkeit, Atemnot oder geschwollene Beine. Häufig nehmen Betroffene diese Anzeichen als altersbedingt hin und suchen keinen Arzt auf. "Die Prognose für Herzinsuffizienz ist vor allem bei Diabetes äußerst ungünstig", warnt Dr. Hermann Fischer, ärztlicher Leiter am Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz und Kreislauf in Dresden. So sterben 80 Prozent der über 65-Jährigen innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose.

Eine Herzschwäche bei Diabetikern früh zu erkennen, ist auch deshalb wichtig, weil einige Anti-Diabetes-Mittel selbst eine Herzinsuffizienz begünstigen können. Die Gruppe der Glitazone sollte daher nicht verwendet und durch andere blutzuckersenkende Medikamente ersetzt werden. Die sogenannten Sulfonylharnstoffe sollten wegen der erhöhten Gefahr von Herz-Kreislauf-Komplikationen sowie von Unterzuckerungen nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. "Bei Metformin muss das Risiko für Komplikationen individuell abgewogen werden", so Fischer. Neuere Arzneistoffe, wie Inkretin-basierte Medikamente, Exenatide oder Liraglutide, schützen das Herz vermutlich sogar. Unklar ist bislang, inwieweit eine ideale Blutzuckereinstellung die Prognose der Herzschwäche verbessert. "Uns fehlen auch Belege, ob Patienten im frühen Erkrankungsstadium von der herkömmlichen Therapie bei Herzinsuffizienz profitieren", ergänzt der Herzspezialist Fischer.

PZ/CH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sommerhitze ist Gift für Arzneimittel

Ein paar einfache Vorkehrungen helfen, dass Medikamente das heiße Wetter gut überstehen.

Hitzewelle: 10 Tipps von Notfallmedizinern

Worauf man jetzt achten muss, um gesund und fit zu bleiben, erklärt ein Experte.

10 Fakten zur Darmkrebsvorsorge

Fragen und Antworten zum Stuhltest und der Darmspiegelung im Überblick.

Bindehautentzündung: Wann zum Arzt?

In manchen Fällen helfen Hausmittel, häufig ist jedoch ein Arztbesuch ratsam.

Kommt eine Impfung gegen Noroviren?

Noroviren sind häufige Auslöser für schwere und ansteckende Magen-Darm-Infektionen.

Neue Therapie bei Kleinwuchs

Forscher haben ein neues Medikament erfolgreich bei Kindern getestet.

Erste Hilfe bei Kreislaufproblemen

Die sommerlichen Temperaturen schlagen vielen Menschen auf den Kreislauf.

Hautpflege-Tipps für Menschen mit Vitiligo

Je nach Ausmaß kann die Weißfleckenkrankheit eine große Belastung für Betroffene sein.

Blutgruppen lassen sich umwandeln

Forschern ist es gelungen, Blutgruppe A in die universell einsetzbare Blutgruppe 0 zu verwandeln.

Windpocken-Impfung: Doppelter Schutz

Die Impfung senkt auch das Risiko für eine schmerzhafte Gürtelrose.

Hat Zähneknirschen auch Vorteile?

In manchen Fällen kann sich Zähneknirschen auch positiv auswirken.

Neues Medikament gegen Arthritis getestet

Der Wirkstoff Upadacitinib zeigt in einer klinischen Studie sehr gute Erfolge.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen