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Schwangere mit Milchglas

Schwangere und ihr Baby brauchen ausreichend Jod und andere Nährstoffe.
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Do. 28. November 2013

(Werdende) Mütter brauchen Jod für zwei

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Dies gilt auch für Babys, bei denen ein Jodmangel gravierende Folgen für das Wachstum und die Entwicklung des Nervensystems haben kann. Werdende Mütter und Stillende brauchen deshalb Jod für zwei.

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Obwohl große Teile Deutschlands aufgrund ihrer Geologie zu den Jod-Mangelgebieten zählen, ist die Versorgung mit dem Spurenelement dank jodiertem Speisesalz längst nicht mehr so schlecht wie früher einmal. Neugeborenen steht es über die Muttermilch oder mit Jod angereicherter Babynahrung zur Verfügung. In anderen Regionen der Erde sieht dies jedoch anders aus. In solchen Gebieten empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stillenden Müttern, das Spurenelement in Form einer Jod-Depot-Kapsel einzunehmen, die ein Jahr lang die Jodversorgung von Mutter und Kind decken soll. Für Neugeborene, die nicht gestillt werden, empfiehlt die WHO eine Jod-Depot-Kapsel mit niedrigerer Dosierung.

Schweizer Forscher der ETH Zürich haben jetzt beide Methoden verglichen und fanden heraus, dass Babys durch den indirekten Weg des Stillens besser mit dem Spurenelement versorgt waren als durch eine direkte Jod-Gabe. Die Forscher vermuten, dass Neugeborene das in der Muttermilch enthaltene Spurenelement besser aufnehmen können. Beide Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die Versorgung von Mutter und Kind mit ausreichenden Mengen an Jod über ein Jahr zu gewährleisten, berichten die Forscher. Sie regen daher eine Änderung der WHO-Empfehlungen an.

Damit Mutter und Kind hierzulande ausreichend mit dem Spurenelement versorgt sind, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für Schwangere eine Jodzufuhr von 230 µg Jod pro Tag, für Stillende 260 µg pro Tag. Gute Jod-Quellen sind zum Beispiel Seefische. Ein Defizit lässt sich mithilfe von Jodtabletten während und nach einer Schwangerschaft ausgleichen. Ob und wie viel Jod zusätzlich benötigt wird, besprechen Schwangere am besten mit ihrem Arzt. Schließlich hängt dies von der Ernährung ab, zum Beispiel ob jodiertes Speisesalz oder Meersalz zum Kochen verwendet wird.

HH

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