Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Woran man guten Glühwein erkennt

Aktuelles

Junge Frau mit roter Mütze trinkt Glühwein.

Heißer Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt kann ein Genuss sein, wenn man einen guten erwischt.
© Jürgen Fälchle - Fotolia

Di. 03. Dezember 2013

Woran man einen guten Glühwein erkennt

Passend zur Adventszeit machen Weihnachtsmärkte und Temperaturen um den Gefrierpunkt Lust auf Glühwein, Punsch und Co. Diese verbreiten wohlige Wärme – der am folgenden Tag oft ein Brummschädel folgt. Dies muss nicht nur mit der getrunkenen Menge zusammenhängen. Oft spielt auch die Qualität eine Rolle. Doch woran erkennt man einen guten Glühwein?

Anzeige

Das ist gar nicht so einfach. "Bei den Gewürzen fängt es schon an", sagt Herbert Witowski, Apotheker und studierter Weinfachmann im Zentrallabor Alzey, in einem Interview gegenüber dem Onlineportal Lifeline. Statt teurer Gewürze werde häufig eine Mixtur künstlicher Aromen eingesetzt. Außerdem werden oft extrem billige Weine als Basis für den Glühwein verwendet. "Sie können davon ausgehen, dass billig eingekauftes Material auch sehr billig produziert wird", sagt Witowski. Durch mangelnde Sorgfalt und Hygiene könnten zum Beispiel sogenannte Ochratoxine entstehen. Für diese gesundheitsschädlichen Stoffe gebe es Grenzwerte, die auch kontrolliert werden, so der Apotheker. Finden die Kontrolleure diese Stoffe in nennenswerten Mengen, finden sie oft auch unerwünschte höhere Alkoholverbindungen, sogenannte Fuselöle, die für den Glühwein-Schädel verantwortlich seien.

Doch wie erkennt man nun auf dem Weihnachtsmarkt einen guten Glühwein? Über den Preis allein funktioniere dies nicht, so Witowski. "Suchen Sie nach dem Stand eines Winzers oder einer Winzergenossenschaft, an dem der eigene Wein ausgeschenkt wird", lautet der Rat des Weinexperten. Auch die Frage, welche Gewürze verwendet wurden, sei durchaus erlaubt. Der Apotheker empfiehlt Weihnachtsmarkt-Besuchern, einem Glühwein den Vorzug zu geben, der mit natürlichen Pflanzen, Pflanzenbestandteilen oder -auszügen hergestellt worden ist.

Für die Herstellung zu Hause nehme man: Zunächst einen guten Rotwein als Basis. "Das muss kein besonderer und auch kein teurer sein", sagt Witowski. Hinzu kommen ganz nach Geschmack weihnachtliche Gewürze wie Nelken, Zimt oder Ähnliches. Alternativ könne man auch ein fertiges Glühweingewürz verwenden, wenn es natürlicher Herkunft sei, so Witowski. Dann noch 80 Gramm Zucker pro Liter, das Ganze erwärmen und fertig sei der perfekte Glühwein.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Grippe: Ansteckung durch Atmen

Grippeviren verbreiten sich offenbar leichter als bislang gedacht.

Antipsychotika nicht einfach absetzen

Ein abruptes Absetzen kann zu einem schweren Rückfall wie einer Psychose führen.

Thema der Woche: Multiple Sklerose

Bislang ist die Krankheit nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut behandeln.

Wie Ernährung das Krebsrisiko beeinflusst

Einige Lebensmittel erhöhen die Entzündungsaktivitäten im Körper.

Herzkrankheiten sind Todesursache Nr. 1

Vor allem Frauen sind Risikopatienten, wie der Deutsche Herzbericht zeigt.

Wie gefährlich ist die Schweinepest?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußert sich zum Gesundheitsrisiko für Verbraucher.

Radfahren schadet der Manneskraft nicht

US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler.

NAI vom 15.1.2018: Gesunde Zähne zeigen

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten startet die neue Serie „Gesunde Zähne zeigen“.

Thema der Woche: 7 Tipps für Erkältete

Mit diesen Tipps sind Sie schnell wieder auf den Beinen.

Nahrungsergänzung: Neue Höchstmengen

Experten haben ihre Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe aktualisiert.

Säuglingsmilch nicht selbst herstellen

Solche Milch liefert unter Umständen nicht genug Nährstoffe und kann Babys krank machen.

EMS-Training: Nicht ohne Risiko

Der neue Trendsport kann unter Umständen Muskeln und Nieren schädigen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen