Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Bei Schwindel helfen Befreiungsmanöver

Aktuelles

Junge Frau hält sich an der Wand fest.

Frauen sind häufiger von Schwindel-Attacken betroffen als Männer.
© 9nong - Fotolia

Mi. 11. Dezember 2013

Mit Befreiungsmanöver gegen Schwindel

Etwa jeder Zehnte leidet im Laufe seines Lebens unter akuten Schwindelanfällen. Betroffene sollten auf jeden Fall einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser könne durch eine einfache Untersuchung zwischen einem gutartigem Lagerungsschwindel und möglichen anderen Schwindelursachen unterscheiden. Das teilt das Ärztenetzwerk HNOnet NRW mit.

Die Ursache für gutartigen Lagerungsschwindel liegt im Innenohr. Dort messen normalerweise mikroskopisch kleine Kristalle in einem bestimmten Teil des Gleichgewichtsorgans die Schwerkraft. Lösen sich auf einer Seite diese kleinen Steinchen und gelangen in die Bogengänge des Ohres, werden dem Gehirn aus den zwei Gleichgewichtsorganen im rechten und linken Innenohr widersprüchliche Informationen übermittelt. "Das Ergebnis ist ein Durcheinander im Kopf, welches als Schwindel wahrgenommen wird", erklärt der HNO-Arzt Dr. Uso Walter. Zu den Betroffenen zählen vor allem ältere Erwachsene, da das Ablösen der Kristalle durch Alterungsprozesse begünstigt wird. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Anzeige

Bei einem Arztbesuch befragt der HNO-Arzt Betroffene zunächst in einem ausführlichen Gespräch zu Beschwerden, auslösenden Faktoren und Beeinträchtigungen im Alltag. Mit einer speziellen Brille erkennt er an den Augenbewegungen die Ursache der Beschwerden. Treten diese in Kopftieflage bei einer sogenannten Lagerungsprüfung auf, gilt die Diagnose "gutartiger Lagerungsschwindel" als gesichert.

Die Therapie: Mit sogenannten Befreiungsmanövern befördert der Arzt die Steinchen wieder aus den Bogengängen heraus. "Dabei handelt es sich um mehrere nacheinander ausgeführte 90-Grad-Drehungen des Kopfes um verschiedene Achsen", so Walter. Die Erfolgsquote der Behandlung liegt bei nahezu 100 Prozent. Es kann jedoch im Laufe der Zeit zu Rückfällen kommen.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tipps für die Blutdruckmessung

Tipps für die optimale Blutdruckmessung

Grusel-Linsen zu Halloween

Bei farbigen Kontaktlinsen gibt es einiges zu beachten.

Sorgen Darmbakterien für Multiple Sklerose?

Eine neue Entdeckung könnte die MS-Therapie deutlich verbessern.

Schluckbeschwerden: Hilfe vom Apotheker

Wenn der Hunger fehlt oder das Schlucken schwer fällt, weiß die Apotheke vor Ort Rat.

Widerspruchslösung für Organspenden

Notfallmediziner begrüßen das Konzept, das auch in Deutschland eingeführt werden soll.

Stärkt Vitamin D die Knochen doch nicht?

Eine große Analyse kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Richtige Pflege bei Reibeisenhaut

Mit der richtigen Creme und einem Peeling sind Betroffene gut beraten.

Blasenentzündung: Viel trinken beugt vor

Wer zu Harnwegsinfekten neigt, profitiert davon, täglich 1,5 Liter mehr zu trinken.

Neue Therapie zur Migräne-Prophylaxe

Das Medikament wird voraussichtlich Ende des Jahres zur Verfügung stehen.

Auto fahren trotz Augenerkrankung

Fahrassistenzsysteme können dabei unterstützen, stoßen jedoch auch an Grenzen.

Psychotherapie wird zu selten genutzt

Bei Depressionen werden oft ausschließlich Medikamente verordnet.

HIV-Selbsttests sind ab sofort erhältlich

Welche Tests empfehlenswert sind und worauf Anwender achten müssen, lesen Sie hier.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen