Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Gicht: Gans & Co. bewusst genießen

Aktuelles

Junges Paar sitzt am Tisch mit Wein und Gänsebraten.

Viele freuen sich seit Monaten auf das Festtagsmenü mit Gänsebraten und Rotwein.
© drubig-photo - Fotolia

Fr. 13. Dezember 2013

Gicht: Gans & Co. bewusst genießen

Viele freuen sich seit Monaten auf die kulinarischen "Verführungen" der Weihnachtszeit - für Gicht-Patienten eine besondere Herausforderung. Purinreiche Lebensmittel wie Gans und Co. plus das ein oder andere Glas Alkohol können den Harnsäurespiegel im Blut in die Höhe treiben und so einen Gichtanfall auslösen. Dennoch muss niemand an den Festtagen auf Genuss verzichten.

Anzeige

Wer an Gicht erkrankt ist und sich das ganze Jahr über an eine purinarme Ernährung hält, kann sich an den Weihnachtsfeiertagen auch die eine oder andere kleine Ausnahme genehmigen. "Ratsam ist es in jedem Fall, eine nicht zu große Portion von Gans und Co., aber dafür mehr Beilagen, ganz bewusst zu genießen und auch an den anderen Feiertagen den Fleischkonsum im Blick zu behalten. Ein ausgiebiger Spaziergang nach dem Festmahl mit der ganzen Familie kann eine schöne Ergänzung des Weihnachtsmenüs sein", rät die Ernährungsmedizinerin Dr. Ute Gola aus Berlin.

Bei den Getränken ist ebenfalls Vorsicht geboten, denn auch sie können den Purinhaushalt beeinflussen. Alkohol hemmt zum Beispiel die Harnsäureausscheidung über die Niere. Bier enthält zwar weniger Alkohol als Wein, dafür aber zusätzlich Purine, die auch in alkoholfreiem Bier vorhanden sind. Am besten sind Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Tees, denn Gichtpatienten sollten ausreichend trinken. Gut geeignete Nahrungsmittel sind beispielsweise Eier, Milchprodukte, Obst und Kartoffeln. In jedem Fall sollten Gicht-Patienten dauerhaft auf eine harnsäuresenkende Therapie setzen und diese durch eine gesunde Lebensweise und Ernährung unterstützen.

Bei Gicht können die Nieren genetisch bedingt nicht ausreichend Harnsäure ausscheiden. Betroffene haben zu viel davon im Körper. Nahrung, die viel Purin enthält, kann die Harnsäure zusätzlich hoch treiben. Besonders viel Purin enthalten ist in Fleisch, Geflügel, beispielsweise dem traditionellen Gänsebraten, Innereien, Fisch und Hülsenfrüchten. "Eine 250 Gramm Portion Gans enthält beispielsweise rund 500 mg Harnsäure. Die Harnsäureaufnahme sollte aber täglich maximal 500 mg beziehungsweise wöchentlich maximal 3.000 mg Harnsäure betragen", weiß Gola.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warzen auf keinen Fall aufstechen

Apotheker geben Tipps, wie man Warzen behandelt und welche Art nicht ansteckend ist.

Dürfen Schwangere Cannabis verwenden?

Der Berufsverband der Frauenärzte äußert sich detailliert zu dieser Fragestellung.

Omega-3-Fettsäuren senken Triglyzeride

Bis zu 30 Prozent könnten die Werte dadurch sinken, stellten US-Forscher fest.

Manche Tabletten brauchen Essenspause

Magensaftresistente Mittel können erst wirken, wenn der Magen länger leer ist.

Schwangerschaft: Paracetamol möglich

Spezialisten von der Charité halten das Mittel auch im letzten Schwangerschaftsdrittel für sicher.

Hyalomma-Zecke: erster Fleckfieber-Fall

Ein Pferdebesitzer zeigte nach Stich der Zecke Symptome der Tropenkrankheit.

Guter Blutdruck nützt auch dem Hirn

Auf lange Sicht helfen gute Blutdruckwerte dabei, die geistige Leistung zu erhalten.

Ernährung hilft bei Diabetes-Kontrolle

Eine spezielle Nährstoffkombination bessert den Blutzucker bei Typ-2-Diabetikern auch ohne Gewichtsverlust.

Sicherheitsabstand für den Herzschrittmacher

Interferenzen kommen bei modernen Geräten nur noch sehr selten vor, es gibt jedoch Ausnahmen.

Läuse: Nicht immer juckt der Kopf

Juckreiz ist ein klassisches Symptom bei Kopfläusen, tritt jedoch nicht immer auf.

Testosteron auch für Frauen?

Forscher haben getestet, wie sich das Hormon auf Frauen nach der Menopause auswirkt.

Erhöht Kaffee das Risiko für Migräne?

Offenbar kommt es auf die Menge an, die pro Tag getrunken wird.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen