Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Lebensgefährlicher Lungenhochdruck

Aktuelles

Älterer Mann redet mit Arzt.

Ein neues Verfahren hilft Ärzten, bei Patienten mit Lungenhochdruck das Risiko besser einzuschätzen.
© Jochen Tack

Mi. 18. Dezember 2013

Lungenhochdruck: Hochrisiko-Patienten erkennen

Deutsche Lungenspezialisten haben ein neues Diagnoseverfahren entwickelt, mit dem ohne einen Eingriff festgestellt werden kann, ob eine Person mit Lungenhochdruck zu den Hochrisiko-Patienten zählt. Möglich sei diese durch einen Ultraschall-Untersuchung des Herzens bei gleichzeitiger Belastung, so die Forscher.

Anzeige

Von einem Lungenhochdruck sprechen Ärzte, wenn die Blutgefäße der Lunge krankhaft verengt sind. Ist das der Fall, muss das Herz dauerhaft viel Kraft aufwenden, um Blut in die Lungengefäße zu pumpen. Kann es seine Pumpkraft noch steigern, wenn sich eine betroffene Person körperlich anstrengt, ist dies ein gutes Zeichen. Schafft es das jedoch nicht mehr, spricht das für ein hohes Herz-Kreislauf-Risiko, wie die Ärzte Universitätsklinikums Heidelberg jetzt zeigen konnten.

Sie hatten mithilfe des Ultraschalls die Kraftreserven der rechten Herzkammer bei leichter Anstrengung untersucht. Hierfür fuhren Patienten mit Lungenhochdruck einige Minuten auf dem Fahrrad-Ergometer. In Ruhe unterschieden sich die Werte für EKG- und Herzultraschall-Untersuchungen der Patienten mit guter Prognose nicht von denen der Hochrisiko-Patienten. Deshalb sei allein dadurch der weitere Krankheitsverlauf schwer abzuschätzen. Die Werte für den Blutdruck in der Lungenarterie änderten sich jedoch bei leichter körperlicher Belastung, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Circulation berichten. Dies spiegele möglicherweise die sogenannte "kontraktile Reserve", also die Kraftreserve des rechten Herzens, wider: Je besser das Herz den Lungendruck unter Belastung steigern könne, umso größer seien seine Kraftreserven.

Mit der neuen Methode sei es nun möglich, extrem gefährdete Patienten leichter zu identifizieren, so die Forscher. Dies sei wichtig, denn Hochrisiko-Patienten benötigten eine engmaschigere Betreuung, höhere Medikamentendosen und würden auf die Liste für eine Lungentransplantation gesetzt.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lichtempfindlich durch Medikamente

Einige Arzneimittel machen die Haut empfindlicher für UV-Strahlen. In Sommer ist besondere Vorsicht geboten.

Rituale lindern Angst und Stress

Feste Rituale helfen, schwierige Lebenssituationen gut zu überstehen.

Lange, helle Kleidung schützt vor Zecken

Zusätzlich können Repellents Zecken und andere Insekten fernhalten.

Kopf gestoßen: Gefahr für das Gehirn?

Stöße auf den Kopf können das Gedächtnis beeinträchtigen und sogar Depressionen auslösen.

Corona: Welche Rolle spielt Vitamin D?

Vitamin-D-Mangel könnte das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erhöhen.

Urlaubszeit: Impfung gegen FSME sinnvoll

In vielen Teilen Deutschlands ist das Risiko einer Infektion mit FSME deutlich erhöht.

Welcher Sonnenschutz für Kinder?

Die Stiftung Warentest hat 17 Produkte speziell für Kinder getestet.

Mehr frisches Essen im Corona-Lockdown

Die Ernährung der Deutschen hat sich während der Corona-Pandemie verändert.

Coronavirus, Grippe oder Erkältung?

Die bislang größte Studie zu den Symptomen von Covid-19 wurde jetzt veröffentlicht.

Arzneimittel im Sommer richtig lagern

Einige Medikamente vertragen Sommerhitze nicht besonders gut.

Vitamin D: Vorteile bei Krebstherapie

Vitamin D könnte die Nebenwirkungen einer Krebs-Immuntherapie bessern.

Sonnenbrand: Auch Hunde sind gefährdet

Tiere mit hellem und kurzem Fell bekommen besonders schnell einen Sonnenbrand.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen