Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert TCM-Pflanze dämpft chronische Schmerzen

Aktuelles

TCM-Apothekerin in chinesischer Apotheke.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden vielfach Pflanzen eingesetzt, die in Europa als Heilmittel noch unbekannt sind.
© xixinxing - Fotolia

Mo. 06. Januar 2014

TCM-Pflanze dämpft chronische Schmerzen

Forscher haben eine Pflanze auf den Prüfstand gestellt, mit der in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) schon seit Jahrhunderten Schmerzen verschiedenster Arten behandelt werden. Sie fanden darin einen Wirkstoff, der besonders Menschen helfen könnte, die unter leichten chronischen Schmerzen leiden.

Anzeige

Bei der Pflanze handelt es sich um einen nahen Verwandten der hiesigen Lerchensporne, der zur Familie der Mohngewächse gehört. Die Wissenschaftler aus den USA und China hatten die asiatische Pflanze im Rahmen eines größeren Projektes untersucht, das die chemischen Inhaltsstoffe der in der TCM verwendeten Substanzen katalogisiert. Sie fanden heraus, dass die unterirdischen Knollen dieser Lerchensporn-Art eine spezielle, schmerzlindernde Substanz, das Dehydrocorybulbin (DHCB), enthält. Dieses Schmerzmittel habe bei Versuchen mit Mäusen gegen drei verschiedene Schmerzarten gewirkt: akute, entzündliche und neuropathische oder chronische Schmerzen. Das berichten die Forscher in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Current Biology. Außerdem scheine der Wirkstoff seine Wirksamkeit auch über längere Zeit nicht zu verlieren, so die Forscher.

Besonders für Menschen, die unter andauernden, leichten Schmerzen leiden, könnte dies ein Hoffnungsschimmer sein. "Wir haben gute Schmerzmittel für akute Schmerzen, zum Beispiel Codein und Morphin", sagt Olivier Civelli von der University of California (USA). Auch gegen entzündliche Schmerzen gebe es gute Mittel, wie etwa Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen, zur Behandlung von chronischen Schmerzen jedoch nicht. Dies könnte sich durch die Lerchensporn-Substanz ändern, so die Hoffnung der Forscher, zumindest für leichte Formen chronischer Schmerzen. Zuvor müssten jedoch noch weitere Studien bestätigen, dass der neue Wirkstoff keine gravierenden Nebenwirkungen habe.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Kopfläuse loswerden

Am besten funktioniert eine Kombination aus nassem Auskämmen und Insektiziden.

Pankreas-Tumor: Neue Therapieansätze

Forscher haben herausgefunden, warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so schwer zu behandeln ist.

Wirkstoff-Kombination bekämpft Hörverlust

Forschern ist es gelungen, Haarzellen im Ohr von Mäusen zu reparieren.

Risiko für Brustkrebs-Rückfall minimieren

Mit 6 Dingen lässt sich das Risiko einer Wiederkehr der Krankheit verringern.

Grippe und Erkältung: Wie lange ansteckend?

Mediziner erklären, wann die Ansteckungsgefahr am größten ist.

Apotheker prüfen täglich Medikamente

Damit stellen Apotheker sicher, dass jeder Patient seinen Arzneimitteln vertrauen kann.

Thema der Woche: Typ-1-Diabetes

Apotheker geben Jugendlichen und Eltern Tipps zum Umgang mit der Krankheit.

Arzt: Selbstzahler-Leistung oft schädlich

Einige IGeL-Leistungen schaden der Gesundheit mehr als sie nützen.

Wärme und Massage bei Rückenschmerzen

Experten raten davon ab, sofort Schmerzmittel einzunehmen.

Gewicht halten in den Wechseljahren

Bei vielen Frauen verändert sich nach der Menopause die Figur.

Trotz Bluthochdruck in die Sauna?

Ein Experte gibt Bluthochdruck-Patienten Tipps für den Sauna-Besuch.

FSME: Experten rufen zur Impfung auf

Die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung kann tödlich enden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen