Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Einnahme vieler Pillen gleichzeitig schädlich?

Aktuelles

Alter Mann bekommt von einem Arzt zwei Tabletten in die Hand gedrückt

Kommt man häufiger ins Krankenhaus, wenn man über längere Zeit mehrere verschiedene Medikamente gleichzeitig einnehmen muss? Nicht unbedingt, sagen Forscher.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Do. 16. Januar 2014

Schadet die gleichzeitige Einnahme mehrerer Pillen?

Mit dem Alter nimmt leider nicht nur die Erfahrung zu, sondern häufig auch die Zahl der Krankheiten und damit auch die Menge der Medikamente, die täglich eingenommen werden müssen. Diese sollen eigentlich helfen. Viele Menschen plagt jedoch die Sorge, dass die gleichzeitige Einnahme verschiedener Arzneimittel das Gegenteil bewirkt. Was an dieser Befürchtung dran ist, untersuchten jetzt britische Wissenschaftler.

Anzeige

Sie gingen der Frage nach, ob Menschen, die viele verschiedene Medikamente einnehmen, eher ins Krankenhaus kommen. Es stellte sich heraus, dass dies offenbar mit der Anzahl der Grunderkrankungen zusammenhängt. Personen mit nur einer Krankheit, die aber zehn oder mehr Medikamente einnahmen, liefen tatsächlich eher Gefahr, ins Krankenhaus zu kommen, berichten die Forscher im Fachblatt British Journal of Clinical Pharmacology. Verglichen mit Personen, die nur ein bis drei Medikamente einnahmen, war ihr Risiko für einen ungeplanten Krankenhausaufenthalt mehr als dreimal so hoch. Mussten die vielen verschiedenen Arzneimittel jedoch wegen unterschiedlicher Grunderkrankungen eingenommen werden, war das Risiko für eine Krankenhauseinweisung fast auf dem Niveau von gesunden Menschen.

Die häufig anzutreffende Annahme, dass eine gleichzeitige Verordnung verschiedener Medikamente, auch als Polypharmazie bezeichnet, immer gefährlich und als schlechte Versorgung anzusehen sei, sei irreführend, so Hauptautor Dr. Rupert Payne. "Unsere Arbeit zeigt, dass wir anspruchsvollere Ansätze benötigen, um zu beurteilen, welche Menge an Medikamenten für jeden einzelnen Patienten angemessen ist", sagt Payne. Gemeinsam mit Kollegen aus Nottingham und Glasgow hatte Payne für die Studie Daten von über 180.000 Schotten ausgewertet.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Antidepressiva bei Herzschwäche?

Viele Medikamente sind für Herzkranke nicht geeignet.

Die Menstruation ist oft ein Tabuthema

In vielen Regionen der Welt sind Frauen und Mädchen dadurch stark benachteiligt.

Resistenzen: Vom Tier auf den Menschen

60 Prozent aller Krankheiten des Menschen sind auf Tiere zurückzuführen.

Duftkerzen können Allergien auslösen

Einige Duftstoffe, die zum Beispiel in Kerzen stecken, sind für die Gesundheit bedenklich.

Anhaltenden Knieschmerz abklären lassen

Die Schmerzen können ein Warnzeichen für fortschreitende Arthrose sein.

Ist Nasenbohren gefährlich?

Gefährliche Pneumokokken könnten sich auf diese Weise übertragen.

Ein Marathon belastet das Herz

Kürzere Distanzen wie ein Halbmarathon belasten den Herzmuskel weniger stark.

Schwerhörigkeit fördert Demenz

Unbehandelt kann ein Hörverlust zu Demenz und anderen Krankheiten führen.

Bewegung: Fällt Deutschland durch?

Experten haben Noten für die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen verteilt.

Sauna-Besuche verlängern das Leben

Wer mehrmals pro Woche sauniert, stirbt seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gute Fitness schützt das Herz

Das gilt auch für ansonsten gesunde Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wie Babys am besten sprechen lernen

Eltern können dazu beitragen, den Wortschatz ihres Babys zu vergrößern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen