Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Bluttest deutet früh auf Diabetes hin

Aktuelles

Junge Frau im Ringelshirt bekommt von Arzthelferin Blut abgenommen

Wenn bei der Blutabnahme die Stunde der Wahrheit schlägt: Liegt der sogenannte HbA1c-Wert über 5,5 Prozent, ist das Diabetes-Risiko erhöht.
© JackF - Fotolia

Mi. 29. Januar 2014

Bluttest erkennt Diabetes-Risiko früher als gedacht

Mit einem einfachen Bluttest, mit dem Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird, können Ärzte auch erkennen, wer bereits ein erhöhtes Diabetes-Risiko hat. Dies sei wesentlich früher möglich, als bisher gedacht, berichten israelische Ärzte im European Journal of General Practice.

Anzeige

Der Wert, der bei dem Bluttest eine Rolle spielt, ist der HbA1c-Wert. Dieser zeigt an, wie viel Glukose an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden ist und gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum war. Den Richtlinien der Amerikanischen Diabetes-Gesellschaft (ADA) zufolge deutet ein HbA1c-Wert von 6,5 Prozent und darüber auf Diabetes hin. Liege der Wert zwischen 5,7 und 6,4 Prozent, gelte dies als Anzeichen für Prädiabetes, einer Vorstufe der Zuckerkrankheit, so die Forscher von der Universität Tel Aviv.

In ihrer Studie, in der die Ärzte die Krankheitsgeschichte von über 10.000 israelischen Patienten zwischen den Jahren 2002 und 2005 verfolgt hatten, zeigte sich, dass das Risiko, an Diabetes zu erkranken, schon ab einem HbA1c-Wert von 5,5 Prozent deutlich höher lag als bei Patienten, deren Wert unter 5,5 Prozent lag. Durch jeden Anstieg um 0,5 Prozentpunkte bis zu einem HbA1c-Wert von sieben Prozent verdoppelt sich das Risiko, die Zuckerkrankheit zu entwickeln, wie die Forscher berichten. Bei Übergewicht verdoppelte sich die Gefahr ebenfalls. Ihre Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Ärzte mithilfe dieses Bluttests in der Lage seien, einen Diabetes schon vor dem Eintreten erster Symptome zu erkennen und dann vorbeugend zu behandeln, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Achtung, Wechselwirkung!

Einige Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten negativ beeinflussen.

Medikamente für Kinder fehlen oft

Ärzte verschreiben ihnen häufig Arzneimittel, die eigentlich nicht für Kinder zugelassen sind.

Diabetes: Füße oft vernachlässigt

Das kann gefährliche Folgen für die Patienten haben, warnen Mediziner.

5 Warnzeichen einer Blutvergiftung

Wenn zwei oder mehr dieser Zeichen vorliegen, muss sofort der Notruf gewählt werden.

Vaginalpilz in den Griff bekommen

Apotheker erklären, was eine Infektion begünstigt und wie man sie bekämpft.

Neue Nebenwirkung bei Antibiotika gefunden

Sogenannte Fluorchinolone können unerwünschte Effekte am Herz auslösen.

Mehr Schwangere haben Bluthochdruck

Grund dafür ist vermutlich das Alter vieler Frauen, wie eine Studie zeigt.

Wimpernserum enthält oft Hormone

In vielen Produkten steckt Prostaglandin, das unerwünschte Wirkungen haben kann.

Schmerzende Finger sind ein Warnsignal

Betroffene sollten die Beschwerden ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen.

Wunderwaffen bei Krebs: Was ist dran?

Eine Expertin erklärt, warum man nicht jeder Schlagzeile glauben darf.

Nicht jede Tablette darf geteilt werden

Um die Wirkung nicht zu gefährden, ist es sinnvoll, vorher in der Apotheke nachzufragen.

Grippeimpfung rettet Leben

Die Impfung reduziert bei Bluthochdruck-Patienten das Risiko für einen vorzeitigen Tod.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen