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Seniorin nimmt ein Medikament.

Viele ältere Menschen sind auf Medikamente gegen verschiedene Erkrankungen angewiesen.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mi. 05. Februar 2014

Warum Medikamente im Alter anders wirken

Arzneimittel wirken bei älteren Menschen anders als bei jüngeren. Woran das liegt und was Ärzte und Patienten tun können, damit die Therapie trotzdem bestmöglich verläuft, erklärte der Arzt Professor Dr. Roland Hardt auf einem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer in Davos, Schweiz.

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Wenn ein Mensch altert, verändert sich nicht nur sein Aussehen – auch das Innenleben seines Körpers nimmt eine andere Gestalt an. Diese Veränderungen der Organe sind mit dafür verantwortlich, dass Medikamente bei älteren Menschen anders wirken. So arbeitet beispielsweise die Niere im Alter nicht mehr so effektiv wie früher. Durch die eingeschränkte Funktion werden Arzneien langsamer aus dem Körper ausgeschieden. Die Folge: Sie wirken länger.

Ein weiterer Grund, warum Medikamente anders wirken, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Dieses Sich-nicht-miteinander-vertragen kann zwar auch bei Jüngeren passieren, da Ältere aber häufig viele Arzneien gleichzeitig verordnet bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit solcher Wechselwirkungen bei ihnen größer.

Trotz dieser Umstände muss die Arzneitherapie bei Senioren aber nicht zum Scheitern verurteilt sein. Die veränderten körperlichen Bedingungen kann der Arzt schon bei der Auswahl der Medikamente berücksichtigen und so für mehr Erfolg sorgen. Es hilft zudem oft, mit einer niedrigen Dosierung zu starten und diese nur langsam zu erhöhen. Der Patient seinerseits kann die Behandlung verbessern, indem er nicht mehrere Ärzte gleichzeitig aufsucht, die nichts voneinander wissen. Hardt warnte: "Viele Köche verderben den Brei." Das "Doktor-Hopping" könne nämlich dazu führen, dass Arzneien versehentlich doppelt verschrieben werden. Zu guter Letzt hilft es, wenn Patienten ihre Medikamente wie vorgesehen einnehmen – und dafür könne auch der Arzt sorgen, indem er seinem Patienten einen verständlichen Medikamentenplan in lesbarer Schrift mitgibt. So verliere keiner den Überblick, sagte Hardt.

FH

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