Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Tipps: Medikamente leichter anwenden

Aktuelles

Apothekerin berät älteren Mann.

Die Apothekerin oder der Apotheker helfen gerne dabei, Arzneipackungen zu öffnen, oder erklären die richtige Anwendung.
© ABDA

Do. 06. Februar 2014

Tipps für Senioren: Medikamente leichter anwenden

Beinahe jeder dritte über 80-Jährige kann sich und seine Hände nur mehr eingeschränkt bewegen. Ganz zu schweigen von Patienten, die vom Rheuma gebeutelt sind. Ihnen gemeinsam sind die Schwierigkeiten, wichtige Medikamente richtig anzuwenden. Apotheker Dr. Wolfgang Kircher verriet auf einem Fortbildungskongress für Apotheker einige Kniffe, wie dies alten Menschen leichter gelingt.

Anzeige

Beispiel Augentropfen: Für viele der kleinen Fläschchen braucht man einige Kraft, um ihnen die Tropfen zu entlocken. Wer dies nur mit zwei Händen schafft, hat keine Hand mehr frei, um das Unterlid aufzuziehen. Hier empfiehlt Kircher, sich flach auf den Rücken zu legen (wichtig: ohne Kopfkissen) und mit der Kraft beider Hände die Augentropfen bei geschlossenem Auge in den Lidinnenwinkel nahe der Nase zu tropfen. Wenn man dann die Augen weit öffnet, fließt die Flüssigkeit an die richtige Stelle. Daneben gibt es oft Präparate mit dem gleichen Wirkstoff von anderen Herstellern, die unter Umständen wesentlich leichter anzuwenden sind. Fragen Sie Ihren Apotheker - er wird versuchen, ein geeigneteres Mittel zu finden.

Schwache Hände erschweren oft auch schon das erstmalige Öffnen von Arzneipackungen. Auch hier gilt: Fragen Sie Ihren Apotheker um Hilfe. Er wird Ihnen gerne Siegel entfernen, Deckel aufdrehen oder beim Aufreißen von Blisterverpackungen helfen. Außerdem kann er Inhalatoren und ähnliche Geräte aktivieren.

Daneben kann man in Apotheken mechanische Hilfsmittel erhalten, mit denen z.B. Drehverschlüsse leichter zu öffnen sind. Viele dieser Helferlein taugen aber nichts, wenn Arzneifläschchen und Co. auf einer glatten Tischoberfläche wegrutschen. Hier empfiehlt Kircher eine sogenannte "Non-Slip-Folie", eine Unterlage, die vor dem Wegrutschen schützt.

Auch das Spritzen mit Insulin-Pens kann schwierig werden, wenn die Kraft fehlt, den Pen gleichzeitig waagrecht an den Bauch zu halten und ihn auszulösen. Statt aber eine zweite Person hinzuzuziehen, die drückt, während man selbst den Pen hält, lieber den Apotheker nach einem leichtgängigeren Pen-Modell fragen. Bitten Sie ihn auch, dass er Ihnen die Anwendung eines neuen Geräts demonstriert.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Vaginalpilz in den Griff bekommen

Apotheker erklären, was eine Infektion begünstigt und wie man sie bekämpft.

Neue Nebenwirkung bei Antibiotika gefunden

Sogenannte Fluorchinolone können unerwünschte Effekte am Herz auslösen.

Mehr Schwangere haben Bluthochdruck

Grund dafür ist vermutlich das Alter vieler Frauen, wie eine Studie zeigt.

Wimpernserum enthält oft Hormone

In vielen Produkten steckt Prostaglandin, das unerwünschte Wirkungen haben kann.

Schmerzende Finger sind ein Warnsignal

Betroffene sollten die Beschwerden ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen.

Wunderwaffen bei Krebs: Was ist dran?

Eine Expertin erklärt, warum man nicht jeder Schlagzeile glauben darf.

Nicht jede Tablette darf geteilt werden

Um die Wirkung nicht zu gefährden, ist es sinnvoll, vorher in der Apotheke nachzufragen.

Grippeimpfung rettet Leben

Die Impfung reduziert bei Bluthochdruck-Patienten das Risiko für einen vorzeitigen Tod.

Leitungswasser bei Nierensteinen?

Viele Patienten fragen sich, ob sie ein spezielles Wasser trinken müssen.

Schmerzmittel haben Suchtpotenzial

Frauen sind deutlich häufiger von einer Abhängigkeit betroffen als Männer.

Welche Ernährung ist die beste?

Eine Studie zeigt, dass die Wahl der Lebensmittel wichtiger ist als eine bestimmte Diät.

HIV: Kassen zahlen jetzt die Prophylaxe

Ab September übernehmen Krankenkassen die Kosten für die HIV-Prophylaxe PrEP.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen