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Oregano-Sträußchen

In der italienischen Küche gehört Oregano zum Standard.
© Tobias Arhelger - Fotolia

Mi. 12. Februar 2014

Oregano: Pizzagewürz geht Norovirus an den Kragen

Der Winter ist die Jahreszeit, in der Brechdurchfall verursachende Noroviren ihre Runde machen, gern in Kindertagesstätten, Krankenhäusern, Schulen oder - wie kürzlich erst wieder - auf Kreuzfahrtschiffen. US-Forscher haben jetzt ein Mittel gefunden, das helfen könnte, den Kampf gegen die Viren zu verbessern. Aus der Mittelmeerküche ist es wohlbekannt.

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Die Substanz, um die es sich handelt, heißt Carvacrol. Sie kommt in größeren Mengen unter anderem in Oregano-Öl vor und verleiht dem Pizzagewürz seinen charakteristischen warmen, aromatischen Geruch und Geschmack. Dr. Kelly Brigth von der Universität Arizona fand gemeinsam mit Kollegen heraus, dass Carvacrol Noroviren offenbar an einer anderen Stelle trifft als bisherige Mittel. Es greife die äußere harte Hülle der Viren an, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Applied Microbiology. Dies gebe anderen antimikrobiellen Substanzen die Möglichkeit, ins Innere der Viren vorzudringen und diese zu zerstören. Carvacrol könnte damit zusammen mit anderen Mitteln zur Desinfektion eingesetzt werden und deren Wirksamkeit erhöhen, so die Hoffnung der Wissenschaftler.

Einziger Wermutstropfen: Da es so gut wie unmöglich sei, Laborversuche mit menschlichen Noroviren durchzuführen, hatten die Forscher für ihre Versuche einen Virentyp verwendet, der Mäuse befällt. Im Hinblick auf die Resistenz gegenüber Desinfektionsmitteln und keimtötenden Substanzen sei dieser dem menschlichen Virentyp am ähnlichsten, betonen die Forscher. Die schlechte Nachricht für Pizza-Fans laute allerdings, dass keine noch so große Menge an Pizza vor Noroviren schützen könne, schreiben die Wissenschaftler mit einem Augenzwinkern. Abgesehen davon dürfte eine reine Pizza-Diät eher negative Folgen für die Gesundheit haben.

HH

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