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Vier vergnüge Senioren im Park an einem Tisch beim Kartenspielen

Wer auch im Alter aktiv bleibt, beugt Gedächtnisschwund vor.
© diego cervo - Fotolia

Fr. 21. März 2014

5 Tipps für ein gutes Gedächtnis im Alter

Noch gibt es keine Medikamente, mit denen man eine Demenz heilen kann. Das bedeutet aber nicht, dass man den Gedächtnisschwund einfach hinnehmen muss. Mit diesen Tipps vom Experten kann man versuchen, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern.

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  1. Körperlich und geistig aktiv bleiben: Körperliche Inaktivität verursache weltweit wahrscheinlich jede achte Demenzerkrankung, sagte der Neurologe Professor Dr. Otto W. Witte auf dem 30. International Congress of Clinical Neurophysiology (ICCN) in Berlin. Sportliche Bewegung im Gegenzug verringere das Demenz-Risiko, wie Studien gezeigt hätten. Sport setze im Gehirn Stoffe frei, die die Lernfähigkeit erhöhen, so der Neurologe. Ähnlich positiv wirke sich geistige Aktivität aus. Witte: "Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass Videospiele im Alter die kognitive Flexibilität verbessern."
  2. Raus aus dem Stimmungstief: "Es ist bekannt, dass chronische Depression einen negativen Einfluss auf die Gedächtnisleistung hat", sagte der Neurologe. Bei einer Depression verringere sich die Anzahl neuer Nervenzellen im Gehirn. Auch die entzündliche Aktivität im Gehirn steige an, was das Gedächtnis beeinträchtige. Wer also unter einer Depression leidet, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen.
  3. Gesunde Schlafgewohnheiten annehmen: Ein gesunder Nachtschlaf, das gelte inzwischen als sicher, helfe dabei, neue Gedächtnisinhalte zu verankern, so der Facharzt für Neurologie. Ob der bei älteren Menschen häufig gestörte Schlaf wiederum zu Gedächtnisstörung beitrage, sei dagegen noch unklar.
  4. Früh übt sich: Mathematik und Naturwissenschaften, Musik und Literatur: Eine vielseitige Bildung verbessert das Gedächtnis im Alter, so Witte. Je besser und vielfältiger die Ausbildung in der Jugend sei, desto besser seien die geistigen Reserven und umso länger habe man im fortgeschrittenen Alter ein gutes Gedächtnis.
  5. Stress in der Schwangerschaft vermeiden: Starker Stress für die Schwangere beeinträchtigt dem Neurologen zufolge die Gedächtnisleistung des Kindes – besonders im Alter. Es gebe aber eine Möglichkeit, die spätere Gedächtnisleistung zu verbessern: "Vor allem in der frühen Entwicklung sollten Säuglinge und Kleinkinder viel Zuwendung erfahren. Das hat einen bleibenden positiven Effekt auf die spätere Gedächtnisleistung", so Witte.

ICCN/HH

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