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Frau im mittleren Alter sitzt mit einer Tasse Kaffee und einer Zeitung auf einer Terrasse und blickt in die Kamera

Lieblingsgetränk Kaffee: In Maßen genossen hat er gesundheitliche Vorteile.
© Christian Schwier - Fotolia

Mi. 26. März 2014

Schlaganfall: Bis zu fünf Tassen Kaffee erhöhen das Risiko nicht

Kaffee wird häufig nachgesagt, er sei schlecht für Blutdruck und Herz und begünstige daher Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Neurologen geben jetzt Entwarnung. Die Angst, dass sich durch den Genuss von Filterkaffee das Schlaganfall-Risiko erhöht, scheint unbegründet.

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Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) berichten, dass eine erst kürzlich in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlichte Studie Entwarnung zum Thema Kaffee gibt. Das Ergebnis: Menschen, die nicht mehr als fünf Tassen Kaffee am Tag trinken, erlitten seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als jene, die gar keinen Kaffee trinken. Die Arbeit, in der Forscher aus den USA und Singapur Ergebnisse aus 36 hochwertigen Studien ausgewertet hatten, sei die neueste, größte und wohl auch genaueste Studie über einen möglichen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, lautet die Einschätzung von Professor Dr. Hans-Christoph Diener von der DGN.

"Wenn man das Risiko für einen Schlaganfall oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen dem Kaffeekonsum gegenüberstellt, so ergibt sich eine u-förmige Kurve", sagt Diener. Menschen, die gar keinen Kaffee trinken, sind demnach stärker gefährdet als Kaffee-Liebhaber, die wenige Tassen am Tag konsumieren. Bei drei bis fünf Tassen sei das Risiko am geringsten, so Diener. Mit zunehmendem Kaffeekonsum steige die Gefahr dann wieder leicht an. Ein höheres Risiko als Nicht-Kaffee-Trinker scheint man jedoch erst ab ungefähr neun bis zehn Tassen täglich zu haben. "Die meisten Menschen brauchen sich also keine Sorgen zu machen, lediglich etwa in der Schwangerschaft und bei schwer einstellbarem hohen Blutdruck ist Zurückhaltung angebracht", so der Neurologe.

Ein Vergleich zu früheren Studien werde dadurch erschwert, dass sich die Kaffeezubereitung im Laufe der letzten Jahrzehnte geändert habe, schreiben Studienautor Frank B. Hu und Kollegen. Früher sei das Pulver zumeist gekocht worden, heute werde es eher gefiltert. Unterschiedliche Ergebnisse könnten sich zum Beispiel daraus erklären, dass gekochter Kaffee das Blutfett Cholesterin erhöhe, Filterkaffee dagegen nicht. Dies würde dann jedoch bedeuten, dass ihre Studienergebnisse nicht auf französischen oder türkischen Kaffee übertragbar wären, geben die Forscher zu bedenken.

HH

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