Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Blutdruck: Test findet Therapie-Muffel

Aktuelles

Lächelnde ältere Dame mit Tablette im linken Handteller bekommt von jüngerer Frau ein Glas Wasser gereicht

Ob ein Patient seine Blutdrucksenker wie verordnet einnimmt oder nicht, das verrät ein neuer Urintest.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 03. April 2014

Bluthochdruck: Urintest enttarnt Therapie-Muffel

Wenn bei Bluthochdruck-Patienten die Therapie versagt, muss das nicht an mangelnder Wirksamkeit der Medikamente liegen. In manchen Fällen schludern Betroffene einfach bei der Einnahme. Mit einem Urintest konnten britische Forscher jetzt allerdings nachweisen, wer seine Medizin wie verordnet geschluckt hatte und wer nicht.

Anzeige

Die Wissenschaftler aus Leicester und London hatten versucht herauszufinden, warum bei manchen Patienten ein erhöhter Blutdruck trotz Therapie nicht sinkt. Ihr Ergebnis war ernüchternd: Einer von vier Bluthochdruck-Patienten nahm schlicht die verschriebenen Medikamente nicht richtig ein. Zehn Prozent ließen die Arzneimittel ganz weg, weitere 15 Prozent nahm sie nur zeitweise ein, berichten die Forscher online in der medizinischen Fachzeitschrift Heart. Das hatten sie bemerkt, als sie im Urin der Patienten im Schnitt weniger Medikamente wiederfanden als diese verschrieben bekommen hatten.

Die Anzahl an nachgewiesenen Arzneimitteln im Urin hing zudem direkt mit den Blutdruckwerten zusammen. So hatten Studienteilnehmer, bei denen sich alle verschriebenen Medikamente auch im Urin wiederfanden, die niedrigsten Blutdruckwerte. Das spräche für eine korrekte Einnahme, so die Forscher.

Im Umkehrschluss könne der Test aber auch auf ein echtes Therapieversagen hinweisen. Dann nämlich, wenn die Blutdruckwerte nicht sinken, obwohl alle Medikamente eingenommen werden und im Urin nachgewiesen werden können. Bislang ist die Suche nach den Ursachen, warum eine Standardtherapie nicht greift, oft langwierig und mit vielen zusätzlichen Untersuchungen und Tests verbunden. Dies könnte in manchen Fällen vermieden werden, so die Forscher. Mithilfe des neuen Urintests könnte man vielleicht bald routinemäßig feststellen, ob die Therapie scheitere oder der Patient einfach bei der Einnahme der Medikamente schludere.

HH/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Steigt der BMI, steigt auch der Blutdruck

Mit jedem Kilo zu viel auf den Rippen steigt auch das Risiko für Bluthochdruck.

Die Wahrheit über Gluten

Welche Krankheiten Weizen auslösen kann und wer Gluten wirklich meiden sollte.

Braucht mein Kind eine Brille?

Diese 4 Anzeichen deuten auf eine Sehschwäche hin.

Medikamente auf die Kopfhaut auftragen

Mit der 5-Linien-Regel funktioniert das innerhalb kürzester Zeit.

3-in-1-Pille senkt Blutdruck effektiv

Die Kombi-Pille könnte die Therapie in Zukunft deutlich vereinfachen.

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen