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Patientin wird von Arzt in den rechten Oberarm geimpft. Beide in den 50ern

Jede Impfung löst im Körper eine Reaktion des Immunsystems aus.
© goodluz - Fotolia

Fr. 04. April 2014

Impfen verändert den Körpergeruch

Ein zu hoher oder zu niedriger Zucker, Krebs, ein epileptischer Anfall: Manche Krankheiten verändern offenbar den Geruch eines Menschen. Zumindest Hunde können das riechen. US-Forscher, die mit Mäusen experimentierten, vermuten jetzt jedoch, dass der Körpergeruch noch viel mehr preisgeben kann.

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Auch eine Immunreaktion, wie sie nach einer Impfung auftritt, verändert ihnen zufolge den Körpergeruch. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Physiology and Behavior. Damit könnte es möglich werden, das Immunsystem quasi von außen abzuhören und so Krankheiten zu erkennen, noch bevor sich die ersten Symptome zeigen, hoffen die Forscher. In ihrer Arbeit hatten sie Versuche mit Mäusen durchgeführt, die darauf trainiert worden waren, verschiedene Uringerüche von Artgenossen zu erkennen. Anhand des Urins sollten sie unterscheiden, welche der Mäuse zuvor gegen Tollwut oder das West-Nil-Virus geimpft worden waren, welche mit einem Bakterientoxin, das die Immunabwehr aktiviert, behandelt worden waren und welche keinerlei Behandlung erhalten hatten.

Es zeigte sich, dass die trainierten Mäuse in der Lage waren, den Urin von behandelten und nicht behandelten Mäusen zu unterscheiden. Darüber hinaus konnten sie auch zwischen einer Tollwut- oder West-Nil-Impfung einerseits und der Behandlung mit dem Bakterientoxin andererseits unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass verschiedene Immunantworten zu unterschiedlichen Körpergerüchen führen, so die Forscher. "Es ist wahrscheinlich, dass auch Menschen das Potenzial haben, solche Informationen in ähnlicher Weise zu vermitteln", sagt Verhaltensbiologe Gary Beauchamp vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia. Doch sei noch mehr Forschungsarbeit nötig, um herauszufinden, inwieweit die gefundenen auf Menschen übertragbar seien und ob daraus Methoden zum Aufspüren von Krankheiten entwickelt werden könnten.

HH

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