Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Dunkle Schokolade als Stress-Killer

Aktuelles

Frontalfoto Portrait junger Mann im grauen T-Shirt, der mit beiden Händen eine Tafel Schokolade quer zum Mund führt, um reinzubeißen

Wer die Anti-Stress-Kräfte der (dunklen) Schokolade nutzen möchte, muss einiges davon essen.
© julianvalentin - Fotolia

Mo. 07. April 2014

Dunkle Schokolade als Stresskiller

Wer vor einem öffentlichen Auftritt eine halbe Tafel dunkler Schokolade isst, senkt den Stresspegel des Körpers. Die Kakaoteile darin hemmen Stresshormone, vermuten Forscher der Universitäten Bern und Zürich aus der Schweiz.

Für ihre Studie brachten die Forscher die Teilnehmer in die stressige Situation eines fingierten Vorstellungsgespächs mit freier Rede und Kopfrechnen vor einem Gremium von zwei Prüfenden in weißem Kittel. Die Testpersonen, die vorher eine halbe Tafel dunkler Schokolade gegessen hatten, verkrafteten den Druck offenbar erheblich besser: Sie wiesen einen schwächeren Anstieg der Nebennieren-Stresshormone Cortisol und Adrenalin im Blut auf als die Gruppe der Teilnehmer, die vorher keine echte, sondern eine präparierte Schokolade bekommen hatten. Dieser "Placebo-Schokolade" fehlten die sogenannten Flavonoide. Das sind natürliche Wirkstoffe aus der Kakaobohne, die eine herzschützende Wirkung aufweisen. Je höher die Flavonoid-Spiegel im Blut, desto geringer war der Stresshormonanstieg. Bei den anderen Stresshormonen und der psychologischen Stressbewertung zeigten sich hingegen keine Unterschiede zwischen den beiden Testgruppen.

"Wir vermuten, dass schwarze Schokolade aufgrund der darin enthaltenen Flavonoide auf Ebene der Nebennieren vor der körperlichen Reaktion auf Stress schützt, indem sie die Stresshormonfreisetzung reduziert", folgert Studienleiterin Professor Dr. Petra H. Wirtz vom Institut für Psychologie der Universität Bern. Die Forscher erhoffen sich von diesen Erkenntnissen ein besseres Verständnis der schützenden Effekte von Kakao-Flavonoiden auf das Herz-Kreislauf-System sowie neue Ansatzpunkte für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Blutdrucksenker nicht absetzen

Bislang sind Zusammenhänge zwischen einer schweren Covid-19-Erkrankung und bestimmten Medikamenten nur Spekulation.

Corona und Asthma: Bin ich Risikopatient?

Was Asthmatiker jetzt wissen müssen, erklären Lungenfachärzte.

Coronavirus, Grippe oder Erkältung?

Aktualisiert: Anhand der Symptome lässt sich einschätzen, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 wahrscheinlich ist.

Handarthrose: Beweglich bleiben

Wie sich die Beschwerden in den Händen und Fingern lindern lassen, verraten wir in der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten

5 Tipps bei trockenen Händen

Häufiges Händewaschen enfernt Keime, trocknet aber auch die Hände aus.

Corona: Ist ein Mundschutz jetzt sinnvoll?

In Jena soll beim Einkaufen und Bahnfahren künftig ein Mundschutz getragen werden.

Corona-Ansteckung: Wo hohe Gefahr ist

Türklinken, Lebensmittel, Bargeld? Wir erklären, wie das Coronavirus übertragen wird.

7 Tipps gegen den Lagerkoller

Eine Psychologin erklärt, wie sich die Herausforderungen während der Corona-Pandemie meistern lassen.

Sportliche Ideen für Zuhause

Auch wenn Fitnessstudios und Sportplätze geschlossen sind, muss Bewegung nicht zu kurz kommen.

Achtsamkeit im Alltag stimmt positiv

Das Hier und Jetzt mit Planungen für die Zukunft in Einklang bringen ist ideal.

Coronavirus: 31 mögliche Medikamente

Mehrere bereits zugelassene Arzneimittel könnten sich zur Behandlung von Covid-19 eignen.

Corona: Was gilt für Krebspatienten?

Wie hoch ist das Risiko und darf die Therapie weiter gehen? Experten geben Antworten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen