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Im Freien: 2 Mädchen, ca. 5 und 7 Jahre alt, das jüngere streckt die Zunge raus, das ältere schaut diese durch ein Vergrößerungsglas an

Zeig mir deine Zunge und ich sag' dir, was dir fehlt.
© altanaka - Fotolia

Fr. 11. April 2014

Zunge verrät Krankheiten

Die Zunge des Menschen ist ein Spiegel seiner Gesundheit. Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört ihre Betrachtung zu den wichtigsten diagnostischen Methoden. Aber auch hierzulande wissen Ärzte Veränderungen zu interpretieren und Erkrankungen zu erkennen.

Der HNO-Arzt Dr. Uso Walter erklärt: "Gesundheitliche Störungen äußern sich, indem sich Farbe, Form oder Belag der Zunge verändern." Eine gesunde Zunge zeigt sich rosafarben mit einem leichten weißen Belag. Ihre Oberfläche ist feucht, glatt und gleichmäßig. Eine kranke Zunge kann dicker oder dünner, stärker belegt oder gerötet sein oder es finden sich plötzlich Zahnabdrücke am Zungenrand. Auch ein vermehrtes Zittern des Zungenmuskels liefert einen Hinweis auf Erkrankungen.

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Eine Größenzunahme der Zunge mit sichtbaren Zahnabdrücken und vermehrtem Belag spricht beispielsweise für einen Energiemangel. Zittern der Zunge mit bläulich gestauten Venen unter der Zunge ist die Folge von starkem Stress. Herzprobleme zeigen sich in einer geröteten Zungenspitze. Fleckige Veränderungen der Oberfläche, auch Landkartenzunge genannt, deuten auf Magenprobleme hin, während Darmprobleme häufig durch einen starken Belag im hinteren Zungenbereich sichtbar werden. Davon unterschieden werden müssen Pilzinfekte wie Soor, die aufgrund einer Immunschwäche entstehen, und sich durch Rötungen und weiße, abwischbare Beläge auszeichnen. Eine sehr trockene Zunge hingegen kann Folge einer Erkrankung der Speicheldrüsen sein.

Zu den Krankheiten, die die Zunge direkt betreffen, gehören Tumorerkrankungen, Aphthen und Fibrome. "Tumore zeigen sich anfangs oft in Form von 'wunden Stellen' oder Geschwüren", so Walter. "Auch tastbare Verhärtungen der Zunge bei intakter Oberfläche können auf Tumore hinweisen." Aphthen wiederum sind kreisrunde oder ovale milchig-gelbliche Gebilde, die eine Entzündung der umgebenden Schleimhaut auslösen. Sie sind zwar sehr schmerzhaft, verschwinden aber meist nach einigen Tagen von selbst. Fibrome, also kleine gutartige Schleimhautknötchen, finden sich meist an der Mittellinie der Zunge. Diese Bindegewebe-Geschwulste erfordern eine Abklärung durch einen HNO-Arzt.

hnonet-nrw/FH

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