Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Psychopharmaka richtig einnehmen

Aktuelles

Frau schaut Tablette an.

Viele Patienten befürchten, dass Psychopharmaka ihr Wesen und ihre Persönlichkeit stark beeinflussen. "Diese Sorgen und Ängste muss man sehr ernst nehmen", sagt Apothekerin Erika Fink.
© Peter Maszlen - Fotolia

Fr. 25. April 2014

Psychopharmaka richtig einnehmen

Psychische Erkrankungen werden zunehmend häufiger diagnostiziert und behandelt. Dazu zählen zum Beispiel Schizophrenien, Depressionen, Angststörungen, Verhaltensstörungen oder Burnout. Je nach Erkrankung und Ausprägung kann eine Behandlung mit Medikamenten, entweder ausschließlich oder begleitend zu anderen therapeutischen Maßnahmen notwendig werden, sagt Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

Anzeige

"Bei der Entwicklung von Psychopharmaka wurden in den letzten Jahren sehr große Fortschritte erzielt", erklärt Fink. So konnten viele Nebenwirkungen abgeschwächt oder ausgeschaltet werden. Außerdem werde der Patient nicht einfach "ruhiggestellt". Im Gegenteil. "Genau wie zum Beispiel bei einer Allergie oder Entzündung im Körper, kann man heute in den meisten Fällen ein Medikament geben, das ganz gezielt die auslösenden Stoffe blockiert", so Fink. Wichtig ist, das Arzneimittel genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen. In der ersten Zeit kann es sein, dass man sich etwas müde fühlt. Wer Veränderungen an sich feststellt, sollte dies immer mit seinem Arzt oder Apotheker besprechen, statt das Arzneimittel eigenmächtig abzusetzen oder die Medikation nachzusteuern.

Was viele sicherlich fälschlicherweise nicht als Psychopharmakon einstufen, ist Johanniskraut. Es ist ein freiverkäufliches Mittel, das stimmungsaufhellend und in hoher Dosierung nach längerer Einnahmezeit antidepressiv wirkt. Fink warnt jedoch davor, selbst die Diagnose Depression zu stellen und sich damit behandeln zu wollen. Johanniskraut zeigt zudem viele Wechselwirkungen, die ärztlich verordnete Therapien stören können. Daher ist es ratsam, immer mit seinem Stammapotheker über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, rezeptfrei wie auch -pflichtig, zu sprechen.

LAK/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sommerhitze ist Gift für Arzneimittel

Ein paar einfache Vorkehrungen helfen, dass Medikamente das heiße Wetter gut überstehen.

Hitzewelle: 10 Tipps von Notfallmedizinern

Worauf man jetzt achten muss, um gesund und fit zu bleiben, erklärt ein Experte.

10 Fakten zur Darmkrebsvorsorge

Fragen und Antworten zum Stuhltest und der Darmspiegelung im Überblick.

Bindehautentzündung: Wann zum Arzt?

In manchen Fällen helfen Hausmittel, häufig ist jedoch ein Arztbesuch ratsam.

Kommt eine Impfung gegen Noroviren?

Noroviren sind häufige Auslöser für schwere und ansteckende Magen-Darm-Infektionen.

Neue Therapie bei Kleinwuchs

Forscher haben ein neues Medikament erfolgreich bei Kindern getestet.

Erste Hilfe bei Kreislaufproblemen

Die sommerlichen Temperaturen schlagen vielen Menschen auf den Kreislauf.

Hautpflege-Tipps für Menschen mit Vitiligo

Je nach Ausmaß kann die Weißfleckenkrankheit eine große Belastung für Betroffene sein.

Blutgruppen lassen sich umwandeln

Forschern ist es gelungen, Blutgruppe A in die universell einsetzbare Blutgruppe 0 zu verwandeln.

Windpocken-Impfung: Doppelter Schutz

Die Impfung senkt auch das Risiko für eine schmerzhafte Gürtelrose.

Hat Zähneknirschen auch Vorteile?

In manchen Fällen kann sich Zähneknirschen auch positiv auswirken.

Neues Medikament gegen Arthritis getestet

Der Wirkstoff Upadacitinib zeigt in einer klinischen Studie sehr gute Erfolge.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen