Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Mütter: Stillen senkt Diabetes-Risiko

Aktuelles

Junge Mutter auf Wiese an Baum gelehnt beim Stillen ihres Kleinkindes

Stillen wirkt sich günstig aufs Körpergewicht und auf den Stoffwechsel von Müttern aus.
© Valua Vitaly - Fotolia

Di. 06. Mai 2014

Stillende Mütter haben geringeres Diabetes-Risiko

Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Stillen das Risiko von Müttern, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, zu verringern scheint. Als Grund dafür vermuten sie nicht nur ein günstigeres Körpergewicht der Frauen, sondern auch einen langfristig verbesserten Stoffwechsel durch längere Stillzeiten.

Anzeige

Aus Daten der sogenannten Potsdamer EPIC-Studie geht demnach hervor, dass die Gefahr, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, bei Frauen, die gestillt hatten, um etwa 40 Prozent niedriger lag als bei Frauen, die nicht gestillt hatten. Das geringere Risiko sei unabhängig von sozialem Status und Lebensstil gewesen, so die Forscher.

Der Body-Mass-Index der Mütter – 20 Jahre nach der Geburt des letzten Kindes gemessen – konnte den Zusammenhang zwar teilweise, aber nicht ganz erklären. Daher hatten die Wissenschaftler auch Blutproben der über 1.200 Studienteilnehmerinnen untersucht. Im Blick hatten sie Biomarker, die Rückschlüsse auf den Fett-, Leber- und Zuckerstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse im Körper geben.

Es zeigte sich, dass Frauen, die lange gestillt hatten, im Schnitt niedrigere Blutfettwerte und höhere Adiponectin-Spiegel hatten. Adiponectin ist ein vom Fettgewebe freigesetztes Hormon, das sich günstig auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel auswirkt, indem es beispielsweise die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen verbessert. "Dieses spräche dafür, dass Stillen sowohl das Körpergewicht als auch die Stoffwechsellage des Körpers verbessert, die wiederum das Risiko der stillenden Mütter für Typ-2-Diabetes verringert", sagt Matthias Schulze, der die Untersuchung leitete.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Regelmäßiger Test auf Chlamydien & Co?

Viele sexuell übertragbare Krankheiten verlaufen vor allem bei Männern ohne Symptome.

Wie man einem Handekzem vorbeugt

Wasser und Reinigungsmittel können die Haut auf Dauer strapazieren.

Schilddrüse nicht immer behandeln

Bei Senioren bedeutet eine Unterfunktion nicht automatisch eine Therapie mit Hormonen.

Thema der Woche: Wunden versorgen

Wie man typische Verletzungen zu Hause und auf Reisen richtig versorgt.

Herzrhythmusstörung: Ist Sport erlaubt?

Ein Kardiologe erklärt, wann körperliche Aktivität erlaubt ist.

Kind: Mit anhaltendem Husten zum Arzt

Hustet ein Kind länger als vier Wochen, steckt häufig eine bakterielle Infektion dahinter.

Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Niedriger Blutdruck ist nicht gefährlich, kann aber unangenehme Symptome verursachen.

Darmkrebs: Neun Tests im Vergleich

Forscher haben die Ergebnisse neuer Tests auf Blut im Stuhl untersucht.

Thema der Woche: Die richtige Hautpflege

Lesen Sie hier, welche Pflege trockene, fettige und Mischhaut benötigen.

Auge: Bei diesen Symptomen zum Arzt

Bei diesen 8 Warnzeichen sollten Sie den Arztbesuch nicht hinauszögern.

Schönheit aus der Apotheke

Das Titelthema der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken lautet „Schönheit aus der Apotheke“.

Medizin-Nobelpreis für die Innere Uhr

Drei US-Forscher teilen sich den Preis für die Erforschung der Tag-Nacht-Rhythmik der Lebewesen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen