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Cannabis-Strauch

Durch den Konsum von Cannabis gingen bei Teilnehmern einer Studie die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung um 75 Prozent zurück.
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Mo. 26. Mai 2014

Cannabis kann Trauma-Folgen lindern

Cannabis rauchen könnte die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem schweren Trauma lindern. Zu diesem Schluss gelangen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Psychoactive Drugs veröffentlicht wurden.

Eine posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS, kann bei Menschen auftreten, die eine Extremsituation durchlebt haben, von der ein schweres Trauma zurückgeblieben ist. Dies kann beispielsweise ein Militäreinsatz sein, eine Naturkatastrophe, eine Vergewaltigung, Misshandlungen in der Kindheit oder ein schwerer Verkehrsunfall. Eine posttraumatische Belastungsstörung kann sich auf viele Bereiche auswirken. Oft wird das Ereignis in der Vorstellung immer wieder durchlebt, Betroffene vermeiden bestimmte Aktivitäten oder sind übererregt. In der Studie der US- amerikanischen Forscher zeigte sich nun, dass die Symptome in diesen drei Bereichen bei den Studienteilnehmern durch den Konsum von Cannabis um 75 Prozent zurückgingen.

Anhand von Telefoninterviews hatten die Wissenschaftler zunächst eingeschätzt, wer in die Studie passte und wer nicht. Die Teilnehmer mussten folgende Anforderungen erfüllten: Erfahrung eines Traumas und einer emotionalen Reaktion darauf, die den Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung entspricht, die Anwesenheit mehrerer schwerer PTBS-Symptome wenn kein Cannabis verwendet wurde, ein Rückgang der Symptome mit Cannabis und keine Nebenwirkungen oder Probleme durch die Cannabis-Nutzung. Trotz der positiven Ergebnisse sei aber noch weitere Forschung notwendig, so die Autoren der Studie. Zum Beispiel zu der Frage, welche PTBS-Patienten genau von Cannabis oder den aktiven Wirkstoffen der Marihuana-Pflanze profitieren können.

HH

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