Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Antipsychotika auf Patienten abstimmen

Aktuelles

Eine junge Frau blickt skeptisch auf eine einzelne Kapsel in ihrer Hand

Oft führen die Nebenwirkungen von Antipsychotika dazu, dass die Patienten die Medikamente nicht mehr nehmen.
© patmucphotography - Fotolia

Di. 27. Mai 2014

Schizophrenie-Medikamente: Nebenwirkungen besser beachten

Gewichtszunahme, Schwindel und Bewegungsstörungen treten bei Arzneimitteln zur Therapie der Schizophrenie häufig auf. Oft führen sie dazu, dass die Patienten die Medikamente nicht mehr nehmen. Darauf wies Privatdozent Dr. Alkomiet Hasan auf dem internationalen Apothekerkongress pharmacon in Meran, Südtirol, hin.

Anzeige

"Diese Patienten brechen die Therapie einfach ab", erklärte der Experte von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik München. Generell gebe es kein Medikament, das wirksam ist und keine Nebenwirkungen hat. Umso wichtiger sei es, den Wirkstoff für die erste Behandlung genau auf den Patienten abzustimmen. "Der Arzt muss den Patienten immer individuell sehen und das Arzneimittel gründlich auswählen. Denn jeder Medikamentenwechsel ist schlecht für den Patienten."

Rund ein Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter Schizophrenie. Diese psychische Erkrankung zählt laut der Weltgesundheitsorganisation zu den zehn schwersten Erkrankungen der Welt. Hasan: "Alle Präparate verbessern die Symptome." Leider treten mitunter starke Nebenwirkungen auf. Hierzu zählen zum Beispiel Unruhe der Beine, Zittern der Arme, Schwindel und eine teilweises starke Gewichtszunahme.

Hasan empfiehlt, nicht automatisch relativ neue Medikamente zu verschreiben. Auch Arzneien, die seit 40 oder 50 Jahren auf dem Markt sind, hätten ihre Berechtigung. "Die Unterschiede in der Wirksamkeit sind viel kleiner als die Unterschiede in der Verträglichkeit."

PEF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schwangerschaft: Paracetamol möglich

Spezialisten von der Charité halten das Mittel auch im letzten Schwangerschaftsdrittel für sicher.

Hyalomma-Zecke: erster Fleckfieber-Fall

Ein Pferdebesitzer zeigte nach Stich der Zecke Symptome der Tropenkrankheit.

Guter Blutdruck nützt auch dem Hirn

Auf lange Sicht helfen gute Blutdruckwerte dabei, die geistige Leistung zu erhalten.

Ernährung hilft bei Diabetes-Kontrolle

Eine spezielle Nährstoffkombination bessert den Blutzucker bei Typ-2-Diabetikern auch ohne Gewichtsverlust.

Sicherheitsabstand für den Herzschrittmacher

Interferenzen kommen bei modernen Geräten nur noch sehr selten vor, es gibt jedoch Ausnahmen.

Läuse: Nicht immer juckt der Kopf

Juckreiz ist ein klassisches Symptom bei Kopfläusen, tritt jedoch nicht immer auf.

Testosteron auch für Frauen?

Forscher haben getestet, wie sich das Hormon auf Frauen nach der Menopause auswirkt.

Erhöht Kaffee das Risiko für Migräne?

Offenbar kommt es auf die Menge an, die pro Tag getrunken wird.

Diese 6 Sportarten machen schlank

Einige Sportarten eignen sich besonders gut, um Gewicht zu verlieren.

Herzstolpern: Wann zum Arzt?

Es gibt vier Warnzeichen bei Herzrhythmusstörungen, die nicht ignoriert werden dürfen.

Augentropfen richtig anwenden

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung klappt die Anwendung ganz einfach.

Baby: Das verraten Gewicht und Größe

Das Verhältnis von Geburtsgewicht und Größe liefert Hinweise auf die künftige Gesundheit.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen