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Frau sitzt mit ernster Miene vor dem Laptop.

Das "Miracle Mineral Supplement" wird derzeit über Spam-E-Mail und unsichere Internet-Quellen als Mittel gegen Krebs, Malaria, chronische Infektionen und weitere Krankheiten beworben.
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Mo. 02. Juni 2014

BfArM warnt vor "Miracle Mineral Supplement"

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Patientinnen und Patienten vor der Anwendung von Natriumchlorit als Arzneimittel. Natriumchlorit wird derzeit verstärkt über Spam-E-Mail und unsichere Internet-Quellen unter dem Namen "Miracle Mineral Supplement" (MMS) gemeinsam mit einer verdünnten Säure als Mittel gegen Krebs, Malaria, chronische Infektionen und weitere Krankheiten beworben.

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Das BfArM weist darauf hin, dass diese und vergleichbare Produkte mit Natriumchlorit als arzneilich wirksamem Bestandteil in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen sind. Als Arzneimittel werden Produkte nur dann zugelassen, wenn durch ein behördliches Zulassungsverfahren ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt wird. Aus Natriumchlorit und der verdünnten Säure entsteht Chlordioxid, das auf Haut und Schleimhaut je nach Konzentration reizend bis ätzend wirkt. Die Anwendung kann zu erheblichen Gesundheitsgefahren führen.

Der Wirkstoff Natriumchlorit, geschrieben mit einem "t" am Wortende, ist nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, dem allgemein bekannten Kochsalz. Trotz der Namensähnlichkeit haben beide Substanzen völlig unterschiedliche chemische Eigenschaften.

Das BfArM steht in engem Austausch mit den in Deutschland für die Überwachung des Arzneimittelverkehrs zuständigen Landesbehörden. Diese entscheiden auch über die Einstufung einzelner Produkte als zulassungspflichtiges Arzneimittel. Stuft eine Landesbehörde ein Produkt als zulassungspflichtiges Arzneimittel ein, darf es ohne eine Zulassung nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Grundlage für eine solche Einstufung kann auch das Bewerben eines Produktes als Mittel zur Behandlung von Krankheiten sein.

BfArM/RF

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