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Ein älterer Mann kratzt sich am Ellenbogen.

Wird der Juckreiz bei Neurodermitis durch Kühlen oder Teeumschläge nicht ausreichend gelindert, können lokal betäubende Arzneistoffe helfen.
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Fr. 06. Juni 2014

Hautpflege bei Neurodermitis – so geht's richtig

Für Menschen mit der Hauterkrankung Neurodermitis ist die Grundlage jeder Behandlung die richtige Hautpflege. Welche Zubereitungen die Betroffenen lieber meiden sollten und welche eine Besserung der Haut bringen können, verriet die Apothekerin Dr. Kathrin Büke beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer.

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"Sehr fettreiche Zubereitungen wie Salben oder Melkfett verschlimmern in akuten Phasen den Hautzustand", so Büke. "Auch Pflegeprodukte mit Kamillen- oder Ringelblumenextrakten sollten Menschen mit Neurodermitis besser meiden wegen des Risikos einer Allergie. Gut geeignet als Zusätze in Pflegeprodukten sind hingegen gerbstoffhaltige Pflanzenextrakte, z.B. aus Hamamelis."

Menschen mit Neurodermitis sollten ihre Haut täglich mit einer an das individuelle Hautbild angepassten Basispflege eincremen – auch in symptomfreien Phasen. Wenn sich die Bedürfnisse der Haut ändern, z.B. durch den Wechsel der Jahreszeiten, sollte die Hautpflege daran angepasst werden. "Wenn möglich jedes neue Hautpflegeprodukt vor der ersten großflächigen Anwendung auf einer irritierten Hautstelle auf Verträglichkeit testen", sagte Büke. Eine unzureichende oder falsche Hautpflege kann einen neuen Schub provozieren. Medikamente gegen Neurodermitis sollten grundsätzlich nur örtlich und zeitlich begrenzt aufgetragen werden. Sie können das Eincremen mit einer Basispflege nicht ersetzen.

Gegen Juckreiz hilft Kühlen der Haut, z.B. mit einer Kältekompresse. Als Hausmittel gegen Juckreiz empfahl die Apothekerin Teeumschläge: Dafür werden zwei Teebeutel schwarzer Tee mit einer Tasse heißem Wasser übergossen und über Nacht ziehen gelassen. Am nächsten Morgen wird der kalte Sud auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Die beim Verdunsten entstehende Kälte lindert den Juckreiz ebenso wie die enthaltenen Gerbstoffe. Teeumschläge trocknen aber die ohnehin schon trockene Haut zusätzlich aus. Deshalb sollten sie nur zusätzlich zur Basispflege genutzt werden. Wird der Juckreiz durch Kühlen oder Teeumschläge nicht ausreichend gelindert, können lokal betäubende Arzneistoffe helfen.

ABDA/FH

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