Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Wie Erziehung Kinder vor Drogen schützt

Aktuelles

Mutter und Tochter sitzen zusammen auf einem Sofa und haben Spaß.

Ein Erziehungsstil, der Raum für Zuwendung und Vertrauen lässt, scheint Kindern besonders gut zu bekommen.
© doble.d - Fotolia

Fr. 13. Juni 2014

Welche Erziehung Kinder vor Drogen schützt

Welcher Erziehungsstil schützt Kinder am besten davor, zu Alkohol, Zigaretten und Cannabis zu greifen? Dieser Frage ging ein Team europäischer Forscher nach. Ihr Ergebnis: Ein guter Mittelweg ist der beste Schutz.

Anzeige

"Ein autoritativer wie auch ein als nachgiebig bezeichneter Erziehungsstil schützen Kinder am besten vor Drogen", sagt der Hauptautor der Studie Amador Calafat. Unter autoritativ verstehen Wissenschaftler eine Erziehung, die richtungsweisend ist. Sie beinhaltet auf der einen Seite klare Regeln und Anforderungen, auf der anderen Seite aber auch eine liebevolle und flexible Art, mit dem Kind darüber zu reden. Ein gutes Verhältnis zwischen Eltern und Kind liegt auch dem als nachgiebig bezeichneten Erziehungskonzept zugrunde, das dem autoritativen Stil ähnelt, allerdings ohne die entsprechenden Anforderungen und Verhaltensregeln. Hier fehlt die direkte Kontrolle.

"Extreme sind unseren Ergebnissen zufolge nicht effektiv", sagt Calafat. Das gelte sowohl für eine autoritäre Erziehung, die fordernd und kontrollierend ist, der aber der liebevolle Umgang fehlt, als auch für einen vernachlässigenden Erziehungsstil ohne Regeln und Kontrolle, aber auch ohne Warmherzigkeit. Das Forscherteam hatte im Rahmen der Studie über 7.700 Jugendliche aus sechs europäischen Ländern – Schweden, Großbritannien, Spanien, Portugal, Slowenien und Tschechien - befragt. Die gefundenen Ergebnisse stimmten in allen Ländern überein, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Drug and Alcohol Dependence berichten. Ganz anders könne dies dagegen in Ländern mit einem anderen kulturellen Hintergrund aussehen, wo elterliche Anforderungen wie bei vielen Englisch sprechenden US-Amerikanern als empfohlen oder im Fall von asiatischen Kulturen als unerlässlich gelten, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Die Wahrheit über Gluten

Welche Krankheiten Weizen auslösen kann und wer Gluten wirklich meiden sollte.

Braucht mein Kind eine Brille?

Diese 4 Anzeichen deuten auf eine Sehschwäche hin.

Medikamente auf die Kopfhaut auftragen

Mit der 5-Linien-Regel funktioniert das innerhalb kürzester Zeit.

3-in-1-Pille senkt Blutdruck effektiv

Die Kombi-Pille könnte die Therapie in Zukunft deutlich vereinfachen.

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen