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Mann mit Bart und Brille hinter dem Steuer eines Autos bei Nacht

Schon geringe Mengen Alkohol können sich merklich auf die Nachtsicht auswirken.
© KGS/HOYA

Mi. 18. Juni 2014

Alkohol trübt schon in kleinen Mengen die Sicht

Wer zu viel Alkohol trinkt, sieht schon mal doppelt. Doch kann Alkohol selbst in Mengen unterhalb des für Autofahrer geltenden Grenzwertes die Sicht bei Nacht beeinträchtigen, wie Forscher der Universität Granada in Spanien jetzt feststellten.

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Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich Alkohol-Trinken merklich auf die Nachtsicht auswirkte. So nahm die Wahrnehmung von Halos, das sind kreisförmigen Lichtschleicher, und anderen Sichtproblemen, die in der Nacht auftreten können, unter dem Einfluss von Alkohol zu. Des Weiteren zeigte sich, dass die Sicht deutlich stärker eingeschränkt war, wenn die im Atem gemessenen Alkoholwerte über dem Grenzwert von 0,25 mg/l lagen. Das berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Ophthalmology. Sie hatten untersucht, welchen Einfluss Alkoholkonsum auf die Qualität des Sehens, insbesondere bei Nacht, hat. Hierfür hatten sich 67 Testpersonen erstklassigen Wein in verschiedenen Mengen zu Gemüte geführt.

Verursacht werde die schlechte Sicht vermutlich durch Ethanol im Tränenfilm, der die Oberfläche des Auges bedeckt, so die Wissenschaftler. Das Ethanol aus alkoholischen Getränken gelange in die Träne und führt dort dazu, dass die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet, erklären die Forscher. Das beeinträchtige die optische Qualität der Bilder, die man sehe. Gefährlich könne die verschlechterte Sicht zum Beispiel werden, wenn Autofahrer aufgrund der Lichtkreise einen Fußgänger, der die Straße überquert, oder sich vom Scheinwerferlicht entgegenkommender Autor geblendet fühlen, warnen die Forscher.

HH

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