Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Sinnvolles Impfschema bei Keuchhusten

Aktuelles

Hustendes Grundschulkind (Junge) wird von Arzt abgehört

In Großbritannien fanden Forscher bei vielen Kindern, die ihren Hausarzt wegen andauerndem Husten aufgesucht hatten, Keuchhusten-Erreger.
© JPC-PROD - Fotolia

Mi. 25. Juni 2014

Keuchhusten: deutsches Impfschema im Vorteil

Jedes fünfte Schulkind, das in Großbritannien wegen anhaltenden Hustens in die Hausarztpraxis kommt, könnte Keuchhusten haben. Und das trotz Impfung, wie britische Forscher berichten. Sie vermuten, dass dies auf eine Schwachstelle im britischen Impfschema zurückzuführen ist. Das deutsche Schema scheint einen besseren Schutz zu bieten.

Anzeige

Bei 56 von 279 britischen Kindern zwischen 5 und 15 Jahren, die ihren Hausarzt wegen zwei bis acht Wochen andauerndem Husten aufgesucht hatten, fanden die Forscher den Keuchhusten-Erreger. Das sind 20 Prozent, obwohl ein Großteil dieser Kinder vollständig geimpft war, berichten die Forscher in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift British Medical Journal. Das Risiko für Keuchhusten lag bei Kindern, deren Auffrischungsimpfung mehr als sieben Jahre zurücklag, dreimal höher als bei Kindern mit einem kürzeren Impfabstand.

Wie in Deutschland wird auch in Großbritannien für die Grundimmunisierung eine Impfung im zweiten, dritten und vierten Lebensmonat empfohlen, dazu jedoch drei Jahre später noch eine weitere für Vorschulkinder. In Deutschland gehört stattdessen eine vierte Impfung nach dem ersten Lebensjahr zum Grundschutz. Eine erste Auffrischungsimpfung steht hierzulande mit 5 bis 6 Jahren und zusätzlich eine weitere Dosis zwischen 9 und 17 Jahren auf dem Programm. Die Forscher hoffen, dass ihre Studienergebnisse dazu beitragen, in der Diskussion um eine weitere Auffrisch-Impfung bei Jugendlichen in Großbritannien zu einer Entscheidung zu kommen.

Bei Keuchhusten, fachsprachlich Pertussis, handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit, die über Tröpfchen leicht übertragen wird. Zu den Symptomen zählen starker, lang anhaltender Husten, besonders nachts, keuchendes Luftholen und Erbrechen. Besonders bei nicht geimpften Babys kann eine Erkrankung zu ernsten Komplikationen führen. Doch auch für ältere Kinder kann Keuchhusten quälend sein. Vier von sechs Kindern mit Keuchhusten, bei denen die Forscher die Hustenfrequenz aufzeichneten, husteten mehr als 400-mal innerhalb von 24 Stunden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warzen auf keinen Fall aufstechen

Apotheker geben Tipps, wie man Warzen behandelt und welche Art nicht ansteckend ist.

Dürfen Schwangere Cannabis verwenden?

Der Berufsverband der Frauenärzte äußert sich detailliert zu dieser Fragestellung.

Omega-3-Fettsäuren senken Triglyzeride

Bis zu 30 Prozent könnten die Werte dadurch sinken, stellten US-Forscher fest.

Manche Tabletten brauchen Essenspause

Magensaftresistente Mittel können erst wirken, wenn der Magen länger leer ist.

Schwangerschaft: Paracetamol möglich

Spezialisten von der Charité halten das Mittel auch im letzten Schwangerschaftsdrittel für sicher.

Hyalomma-Zecke: erster Fleckfieber-Fall

Ein Pferdebesitzer zeigte nach Stich der Zecke Symptome der Tropenkrankheit.

Guter Blutdruck nützt auch dem Hirn

Auf lange Sicht helfen gute Blutdruckwerte dabei, die geistige Leistung zu erhalten.

Ernährung hilft bei Diabetes-Kontrolle

Eine spezielle Nährstoffkombination bessert den Blutzucker bei Typ-2-Diabetikern auch ohne Gewichtsverlust.

Sicherheitsabstand für den Herzschrittmacher

Interferenzen kommen bei modernen Geräten nur noch sehr selten vor, es gibt jedoch Ausnahmen.

Läuse: Nicht immer juckt der Kopf

Juckreiz ist ein klassisches Symptom bei Kopfläusen, tritt jedoch nicht immer auf.

Testosteron auch für Frauen?

Forscher haben getestet, wie sich das Hormon auf Frauen nach der Menopause auswirkt.

Erhöht Kaffee das Risiko für Migräne?

Offenbar kommt es auf die Menge an, die pro Tag getrunken wird.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen