Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Bei Hitze und Kälte mehr Todesfälle

Aktuelles

Sommerszene: Senior mit Strohhut an Stadtbrunnen in Bratislava, am Rand sitzend, eine Hand im Wasser

Heiße Tage mit Temperaturen über 25 Grad können vor allem für ältere Menschen gefährlich werden, da ihr Herz-Kreislauf-System stark belastet wird.
© geothea - Fotolia

Di. 01. Juli 2014

Bei Hitze und Kälte mehr Todesfälle

Sowohl warme als auch sehr kalte Tage steigern die Zahl an Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen vom Helmholtz Zentrum München.

Anzeige

"Die Ergebnisse bestätigen Resultate aus unseren früheren Studien, die bereits Hinweise darauf gaben, dass ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen besonders sensibel auf Hitze und Kälte reagieren", sagt Dr. Alexandra Schneider vom Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München. Gemeinsam mit Kolleginnen hatte sie fast 188.000 Todesfälle, die in München, Nürnberg und Augsburg zwischen 1990 und 2006 aufgetreten waren, ausgewertet.

Ihr Ergebnis: Stiegen die Temperaturen von 20°C auf 25°C an, erhöhte sich die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 9,5 Prozent. Ähnlich schlecht wirkten sich auch besonders niedrige Temperaturen aus. Sank das Thermometer von -1°C auf -8°C, stieg die Zahl der Todesfälle um 7,9 Prozent, wie die Forscherinnen in der Fachzeitschrift Heart berichten. Die Auswirkungen des Temperaturanstiegs hielten ein bis zwei Tage an, der Kälte-Effekt sogar bis zu zwei Wochen. Betroffen waren vor allem ältere Personen. Besonders deutlich waren diese Effekte für die Sterblichkeit aufgrund von Herzinsuffizienz, Arrhythmien und Schlaganfällen.

Was genau zu diesem Anstieg führe, sei noch unklar, so die Wissenschaftlerinnen. Man wisse jedoch, dass hohe Temperaturen unter anderem die Blutgerinnung verändern können und das Blut zähflüssiger werden lassen. Dies erhöhe das Thromboserisiko. Der negative Effekt der Kälte wiederum ließe sich vielleicht durch den Einfluss von Temperaturabfällen auf den Blutdruck erklären.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Auto: So schnell wird Hitze lebensgefährlich

Lesen sie hier, wie schnell sich Autos aufheizen und wie groß die Gefahr für kleine Kinder ist.

Immer mehr Kinder haben Kreidezähne

Die Krankheit kommt in manchen Altersgruppen sogar häufiger vor als Karies.

Schlank bleiben mit Veggie-Gerichten

Dabei ist es nicht unbedingt nötig, komplett auf Fleisch zu verzichten.

Arbeitsweg: Auto-Verzicht zahlt sich aus

Wer öfter zu Fuß geht oder das Fahrrad nimmt, lebt länger und gesünder.

Eier: Gut oder schlecht für das Herz?

Ein Ei pro Tag könnte sogar einen schützenden Effekt haben.

Die besten Tipps gegen schwere Beine

Im Thema der Woche lesen Sie, wie sich schweren Beinen, Besenreisern und Krampfadern vorbeugen lässt.

Thema der Woche: Getreide-Ersatz

Mehr über die Vor- und Nachteile von Amaranth, Buchweizen und Quinoa lesen Sie hier.

Wie viel muss ich beim Sport trinken?

Auch beim Schwimmen kann der Körper austrocknen, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Hypertoniker müssen bei rezeptfreien Schmerzmitteln besonders aufpassen.

Gesundheitsgefahr durch 5 Helm-Mythen

Ein Unfallexperte stellt verbreitete Missverständnisse richtig.

Thema der Woche: Cluster-Kopfschmerz

Die Schmerzen äußern sich als intensiv bohrend oder brennend im Bereich von Schläfe und Auge.

Fünf Tipps für gesunde Augen

So erkennen Sie Augenkrankheiten früh oder können ihnen vorbeugen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen