Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Mit PECH und 11+ gegen Verletzungen

Aktuelles

Nationalspieler Mustafi liegt verletzt auf dem Rasen und wird behandelt.

Nach dem Zwischenfall, der zur Verletzung führte, kümmert sich Mannschaftsarzt Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (rechts) um Shkodran Mustafi.
© picture alliance / GES-Sportfoto

Mi. 02. Juli 2014

WM: Mit PECH und 11+ gegen Fußball-Verletzungen

Die WM ist für Shkodran Mustafi, Verteidiger der Fußball Nationalmannschaft, zu Ende. Er zog sich im Spiel gegen Algerien einen Muskelfaserriss am linken Oberschenkel zu und muss mehrere Wochen aussetzen. Auch Millionen Freizeitsportler kennen das Problem schmerzhafter Verletzungen. aponet.de sagt, was im Falle des Falls zu tun ist und wie man gezielt vorbeugen kann.

Anzeige

Als Mustafis Mannschaftskollege Per Mertesacker in seinem mittlerweile legendären Interview davon sprach, sich jetzt erstmal "drei Tage in die Eistonne" legen zu wollen, hat er damit bereits einen grundlegenden Tipp zur Behandlung von Sportverletzungen umschrieben. Die Sofortmaßnahmen, um Verletzungsfolgen einzudämmen, fassen Sportmediziner in der sogenannten PECH-Regel zusammen: Pause – Eis – Kompression – Hochlagern, in genau dieser Reihenfolge. Das bedeutet: Spiel unterbrechen, betroffenes Gelenk kühlen, Kompressionsverband anlegen und Bein ruhigstellen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Die PECH-Regel bei Sportverletzungen.

Um das Verletzungsrisiko für Spieler schon im Vorfeld zu minimieren, setzt der Weltfußballverband FIFA auf sein Aufwärmprogramm "11+". Es umfasst u.a. Übungen für die Kraft, das Gleichgewicht und zum Laufen. Beim Lauftraining beispielsweise ist es wichtig, geradeaus zu laufen. Der Oberkörper bleibt aufgerichtet, Hüfte, Knie und Füße bilden eine senkrechte Linie. Bei den meisten Übungen kommt es auf die korrekte Kniestellung an, damit das Gelenk nicht nach innen knickt. Alle Übungen des "11+"-Programms finden sie mit Bildern unter www.f-marc.com. Sehr anschaulich sind auch die zugehörigen Videos. Noch ausführlicher beschreibt das 11+ Manual die Übungen und das komplette Programm.

Je genauer die einzelnen Übungen ausgeführt werden, desto größer der Effekt. Denn schnelle Richtungs- und Bewegungswechsel, kurze Sprints und spontane Belastungsspitzen sowie Kopfballduelle und Zusammenstöße machen den Sport aus. Eine wissenschaftliche Studie, an der fast 2.000 Nachwuchsspielerinnen teilnahmen, hat ergeben, dass Teams, die das "11+"-Programm mindestens zweimal pro Woche ausführten, 30 bis 50 Prozent weniger verletzte Spieler zu verzeichnen hatten als Mannschaften, die sich wie gewohnt aufwärmten.

JW/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Hilfe bei Erkältung

Wie sich die lästigen Beschwerden gezielt behandeln lassen, erfahren Sie hier.

Schmerzmittel in der Schwangerschaft?

Forscher haben untersucht, welche Auswirkungen die Einnahme hat.

USA: Neuer Grenzwert für Bluthochdruck

Künftig wird bereits ab einem Wert von 130/80 mm Hg von Bluthochdruck gesprochen.

Diabetes: Herzinfarkt oft ohne Warnzeichen

Viele Diabetiker spüren keine typischen Alarmsignale wie Brustschmerzen.

Schlingen macht dick und schadet dem Herz

Schnelles Essen ist schlecht für die schlanke Linie und erhöht das Risiko für Herzkrankheiten.

Hörgeräte vor Frost und Nässe schützen

Mit diesen Tipps kommen Hörsystemträger gut durch den Winter.

Thema der Woche: Gesunde Gewürze

Lesen Sie hier, was Ingwer, Kurkuma, Chili und Zimt können.

Wasser zum Essen beugt Übergewicht vor

Wer zum Essen ein Glas Wasser trinkt, isst automatisch weniger.

Warum Liegestütze das Leben verlängern

Krafttraining ist für die Gesundheit genauso wichtig wie Ausdauersport.

Richtige Hautpflege im Winter

In der kalten Jahreszeit ist es ratsam, die Pflegerituale zu verändern.

Wie lange Antibiotika einnehmen?

Gängige Faustregeln greifen offenbar zu kurz, mahnen Experten.

Walnüsse senken den Cholesterinspiegel

Das gilt sogar unabhängig davon, was ansonsten auf dem Speiseplan steht.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen