Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Schlafunterbrechungen drücken die Laune

Aktuelles

Schlafgestörtes Paar in den 20ern im Bett sitzend, Frau mit Säugling im Arm

Häufige Schlafunterbrechungen, wie sie frischgebackene Eltern häufig erleben, können sich genauso negativ auswirken wie weniger als vier aufeinanderfolgende Stunden Schlaf.
© MaxRiesgo - Fotolia

Do. 10. Juli 2014

Nächtliche Störungen genauso negativ wie zu wenig Schlaf

Viele frischgebackene Eltern können ein Lied davon singen: Mehrmals pro Nacht von dem Ruf nach Service-Leistungen geweckt zu werden, kann auf Dauer zermürbend sein. Israelische Psychologen konnten jetzt zeigen, dass sich Schlafunterbrechungen genauso negativ auswirken können wie zu wenig Schlaf.

Anzeige

Die Wissenschaftler der Tel Aviv Universität hatten Freiwillige aus den Reihen der Psychologie-Studenten in einer Nacht viermal per Telefon geweckt und dann jeweils eine kleine Computer-Aufgabe lösen lassen, bevor sie weiterschlafen durften. Im Vergleich zu einer ungestörten Nacht beeinträchtigte eine Nacht mit vier Unterbrechungen am folgenden Morgen die kognitiven Fähigkeiten der Studienteilnehmer deutlich. Ihre Aufmerksamkeitsspanne nahm ab und auch ihre Stimmung litt darunter, wie die Forscher um Professor Avi Sadeh im Fachblatt Sleep Medicine berichten. Die Folgen von Schlafunterbrechungen seien vergleichbar mit denen, die auftreten, wenn Menschen nicht mehr als vier aufeinanderfolgende Stunden schlafen, so die Wissenschaftler.

Sadeh betont, dass ihre Arbeit die Folgen von nur einer einzigen Nacht mit gestörtem Schlafrhythmus zeigten. "Wir wissen aber, dass sich diese Effekte akkumulieren", sagt der Psychologe. Regelmäßig davon betroffen sind zum Beispiel Ärzte im Not- oder Nachtdienst, sowie klassischerweise junge Eltern, die von ihrem Nachwuchs drei- bis zehnmal pro Nacht aufgeweckt werden, und das oft über Monate hinweg. Abgesehen von den körperlichen Auswirkungen, entstünden bei manchen Eltern Gefühle von Ärger gegenüber dem eigenen Baby, und daraufhin wiederum Schuldgefühle wegen dieser negativen Emotionen. Der Wissenschaftler widmet sich daher nun der Suche nach Maßnahmen, mit denen sich die negativen Auswirkungen der nächtlichen Schlafunterbrechungen auf Eltern mildern lassen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Neue Arzneimittel

Innovationen gibt es bei der Behandlung von Herzschwäche, Brustkrebs und Narkolepsie.

Keine falsche Scham bei Verstopfung

Apotheker beraten diskret bei der Auswahl des richtigen Abführmittels.

So lässt sich die Sturzgefahr senken

Viele Unfälle passieren im Freien, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Besondere Vorsicht ist bei gängigen Schmerz- und Grippemitteln geboten.

Apotheker helfen bei häuslicher Pflege

Angehörige finden Unterstützung und Hilfsmittel in ihrer Apotheke vor Ort.

Thema der Woche: Fuß- und Nagelpilz

Beides lässt sich mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke behandeln.

Darmkrebs: Nüsse halbieren Sterberate

Krebspatienten profitieren offenbar davon, regelmäßig Nüsse zu essen.

Wechseljahre: Fenchel lindert Beschwerden

Die Heilpflanze könnte eine Alternative zur Hormonersatztherapie sein.

AMD: Augentropfen statt Spritzen?

Die unangenehme Behandlung mit Spritzen könnte bald der Vergangenheit angehören.

Herzinfarkt durch Atemwegsinfekt

In den ersten Tagen der Erkrankung ist das Risiko um das 17-fache höher.

Cannabis: Kasse kann Erstattung ablehnen

Das kann passieren, wenn nicht alle Therapiealternativen ausgeschöpft sind.

Thema der Woche: Heiserkeit im Alter

Mit einigen Tipps und etwas Training versagt die Stimme nicht so schnell.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen