Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kalium-Plus kann bei Herzschwäche helfen

Aktuelles

Senior (Mann) im Rollstuhl, graugestreifter Pullover, schaut lächelnd zu jüngerer Frau (graue Feinstrickjacke, Jeans) auf, die ihm ein Glas Wasser und Tabletten reicht

Für Menschen mit schwachem Herz, die gegen ihr Leiden Schleifen-Diuretika einnehmen, könnte es sich auszahlen, wenn sie dieses mit Kalium kombinieren würden.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 17. Juli 2014

Herzschwäche: Zusätzliches Kalium verlängert das Leben

Für Menschen, die unter Herzschwäche leiden und ein bestimmtes harntreibendes Medikament einnehmen, könnte es sich auszahlen, wenn sie dieses mit Kalium kombinieren würden. Diesen Schluss lässt eine aktuelle Studie aus den USA zu.

Anzeige

In der Studie hatten Forscher die Überlebensrate von Patienten untersucht, denen sogenannte Schleifen-Diuretika verschrieben worden waren. Bei Schleifen-Diuretika handelt sich um harntreibende Medikamente, deren Name auf den Ort hinweist, an dem sie wirken: der Henle-Schleife in der Niere. Sie sollen dabei helfen, überschüssiges Wasser zu entfernen, das sich, wenn die Pumpleistung des Herzens beeinträchtig ist, in der Lunge oder im Bereich der Beine und Knöchel ansammeln könnte.

In der Studie, in der die Forscher die Daten von rund 180.000 Patienten aus einem Zeitraum von neun Jahren analysiert hatten, lag die Überlebensrate bei Patienten, denen zusätzlich zu Schleifendiuretika noch Kalium verschrieben worden war höher als bei Patienten, die nur diese Diuretika einnahmen. Mehr noch: Je höher die Dosis dieser Diuretika war, desto mehr zeigte sich der Kalium-Nutzen, wie die Forscher von der Universität Pennsylvania in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE berichten. Nahmen Patienten mindestens 40 Milligramm Furosemid pro Tag ein, führte zusätzliches Kalium zu einer 16 Prozent geringeren Sterblichkeit. Bei einer geringen Dosierung machte sich die positive Wirkung zwar auch bemerkbar, allerdings weniger deutlich und ohne statistisch relevant zu sein, so die Wissenschaftler.

Die Ursache für den Zusammenhang könnte darin liegen, dass die Schleifen-Diuretika als harntreibende Mittel nicht nur Wasser aus dem Körper entfernen, sondern gleichzeitig auch größere Mengen an Kalium, das für den Körper wichtig ist. Ein Mangel aber könne zu Herzrhythmusstörungen führen, was sich auf wiederum die Sterblichkeit auswirke, vermuten die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Urlaub ist gut fürs Herz

Aber es gibt ein paar Dinge zu beachten, damit das Abschalten gelingt.

Schweizer Apotheker zählen Tabletten ab

In einem Pilotprojekt bekommen Patienten nur die tatsächlich verordnete Menge an Antibiotika.

Verschluckte Knopfzellen schnell entfernen?

Die Batterien können die Magenschleimhaut offenbar sehr schnell schädigen.

Infektion im Alter: Oft fehlt Fieber

Das erschwert die Diagnose vieler Krankheiten bei Senioren.

Diabetes: Frauen besonders gefährdet

Frauen erleiden deutlich häufiger einen tödlichen Herzinfarkt als Männer.

Diese Lebensmittel stärken die Knochen

Mit der richtigen Ernährung lässt sich Knochenschwund im Alter vorbeugen.

Deutsche ignorieren den Beipackzettel

Nur ein Viertel liest vor der Einnahme die Packungsbeilage seiner Medikamente.

Leitlinien: So lässt sich das Demenz-Risiko senken

Die Weltgesundheitsorganisation gibt Empfehlungen, um das Demenzrisiko zu senken.

Trockene Luft macht anfällig für Viren

Es gibt drei Gründe, wieso uns trockene Luft empfänglich für Infektionen macht.

Neuer Wirkstoff gegen Alzheimer?

Forscher haben einen vielversprechenden Wirkstoff in einer ersten klinischen Studie getestet.

Über 50 Prozent mehr Chemotherapien

Bis zum Jahr 2040 erwarten Forscher einen deutlich höheren Bedarf an dieser Therapieform.

Neue Behandlung für trockene Augen

Forscher tüfteln an neuen Augentropfen auf Enzymbasis zur Behandlung von trockenen Augen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen