Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Magenmittel richtig dosieren

Aktuelles

Junger Mann in rotem Pullover greift sich an die schmerzende Speiseröhre

Charakteristisches Brennen in der Brustgegend: Bei Sodbrennen steigt Säure aus dem Magen in die Speiseröhre hoch.
© Photographee.eu - Fotolia

Mo. 28. Juli 2014

Sodbrennen: Nicht alle Medikamente "bei Bedarf" einnehmen

Rezeptfreie Medikamente gegen Sodbrennen oder saures Aufstoßen werden nicht alle "bei Bedarf" eingenommen. Die richtigen Einnahmezeitpunkte unterscheiden sich je nach Wirkstoff. Deswegen rät Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer, sich dazu vorher in der Apotheke beraten zu lassen.

Anzeige

Gegen ein Zuviel an Magensäure sind Arzneimittel mit drei ganz verschiedenen Gruppen von Wirkstoffen in der Apotheke ohne Rezept erhältlich: Die sogenannten Protonenpumpenhemmer, abgekürzt PPI, die H2-Rezeptor-Blocker und die Antazida. Generell empfiehlt Overwiening, solche Präparate ohne ärztlichen Rat nicht länger als zwei Wochen einzunehmen.

Zur Gruppe der PPI gehören u.a. die Arzneistoffe Omeprazol und Pantoprazol. Ihre Wirkung entfalten sie, indem sie verhindern, dass aus den Zellen der Magenwand neue Säure in den Magen gelangt. Diese Medikamente werden in der Regel einmal täglich vor dem Frühstück eingenommen. Ihre säurehemmende Wirkung hält einen Tag an. Eine Einnahme bei Bedarf ist nicht sinnvoll.

Zu den rezeptfreien Medikamenten aus der Gruppe der H2-Rezeptor-Blocker zählen u.a. die Arzneistoffe Ranitidin und Famotidin. Sie wirken anders als die PPI, verhindern aber genau wie diese die Bildung von Säure in der Magenwand. Diese Medikamente werden ebenfalls nicht nach Bedarf, sondern morgens und abends unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Nur die Antazida, z.B. Magaldrat, Hydrotalcit oder eine Kombination aus Calcium- und Magnesiumcarbonat, werden tatsächlich bei Bedarf eingenommen. Denn sie neutralisieren die Säure, die sich bereits im Mageninneren befindet. Ihre Wirkung setzt schnell ein, hält aber nur wenige Stunden lang an. Da Speisebrei nach einer Mahlzeit ebenfalls Säure bindet, empfehlen Apotheker, Antazida zwischen den Mahlzeiten einzunehmen. Zudem bildet der Magen nachts viel Säure. Daher ist eine zusätzliche Einnahme vor dem Schlafengehen von Vorteil.

BAK/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Hilfe bei Erkältung

Wie sich die lästigen Beschwerden gezielt behandeln lassen, erfahren Sie hier.

Schmerzmittel in der Schwangerschaft?

Forscher haben untersucht, welche Auswirkungen die Einnahme hat.

USA: Neuer Grenzwert für Bluthochdruck

Künftig wird bereits ab einem Wert von 130/80 mm Hg von Bluthochdruck gesprochen.

Diabetes: Herzinfarkt oft ohne Warnzeichen

Viele Diabetiker spüren keine typischen Alarmsignale wie Brustschmerzen.

Schlingen macht dick und schadet dem Herz

Schnelles Essen ist schlecht für die schlanke Linie und erhöht das Risiko für Herzkrankheiten.

Hörgeräte vor Frost und Nässe schützen

Mit diesen Tipps kommen Hörsystemträger gut durch den Winter.

Thema der Woche: Gesunde Gewürze

Lesen Sie hier, was Ingwer, Kurkuma, Chili und Zimt können.

Wasser zum Essen beugt Übergewicht vor

Wer zum Essen ein Glas Wasser trinkt, isst automatisch weniger.

Warum Liegestütze das Leben verlängern

Krafttraining ist für die Gesundheit genauso wichtig wie Ausdauersport.

Richtige Hautpflege im Winter

In der kalten Jahreszeit ist es ratsam, die Pflegerituale zu verändern.

Wie lange Antibiotika einnehmen?

Gängige Faustregeln greifen offenbar zu kurz, mahnen Experten.

Walnüsse senken den Cholesterinspiegel

Das gilt sogar unabhängig davon, was ansonsten auf dem Speiseplan steht.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen