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Schlanke Zecke an Grashalm

Wegen des milden Winters 2013/2014 sind die Zecken in diesem Sommer besonders aktiv.
© frogger - Fotolia

Mi. 06. August 2014

FSME 2014: Trotz aktiver Zecken weniger Infektionen

Bayern und Baden-Württemberg verzeichnen 2014 erheblich weniger Infektionen mit dem durch Zecken übertragenen FSME-Virus als noch im Vorjahr. Experten der Universität Hohenheim gehen davon aus, dass der Höhepunkt der in den letzten Jahren stetig gestiegenen Infektionszahlen überschritten ist.

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In den beiden bundesweit am meisten von Zecken betroffenen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg ist die Zahl der an FSME erkrankten Menschen in den Monaten Januar bis Juli in diesem Jahr deutlich niedriger als 2013. In Bayern waren es 54 Infizierte gegenüber 83 im Vorjahr und in Baden-Württemberg 34 gegenüber 68 im Jahr 2013. "In beiden Bundesländern ist die Zahl gegenüber den ersten sieben Monaten 2013 deutlich gesunken und ist damit wieder ungefähr auf dem Stand von 2012", erläutert die Parasitologin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Auf den Plätzen 3 und 4 folgen Hessen mit 6 und Sachsen mit 4 Erkrankten.

Zwar sind die Zecken wegen des milden Winters 2013/2014 in diesem Jahr sehr aktiv, doch dies schlägt sich nicht in den Zahlen der an FSME Erkrankten nieder. Mackenstedt: "Wir gehen davon aus, dass viele Menschen wegen des häufigen und heftigen Regens nicht spazieren gegangen sind, daher also die Kontaktzeiten zwischen Zecken und Menschen gering waren und wenig Viren übertragen werden konnten."

Sehr hohe FSME-Fallzahlen gab es in den Jahren 2005 (432) und 2006 (546). Ansonsten wurden seit 2001 zwischen 238 und 313 Fällen pro Jahr verzeichnet. Vor allem betroffen waren auch damals Bayern und Baden-Württemberg. Regelmäßig tritt die FSME auch in Hessen, Thüringen, Sachsen und in Rheinland-Pfalz auf. Einzelfälle wurden in den letzten Jahren aber auch aus anderen Bundesländern gemeldet.

RF

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