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Frau in den 50ern, gelbes Shirt, auf einer Aluleiter pflückt auf einer Wiese Obst von einem Baum (Äpfel?)

Unfallchirurgen raten, bei der Ernte anstatt einer Stehleiter, die an den Obstbaum angelehnt wird, lieber eine Klappleiter zu benutzen.
© Janis Smits - Fotolia

Fr. 15. August 2014

Leiter am Baum: Tipps für eine sichere Obsternte

Leiterstürze bei älteren Menschen häufen sich vor allem im Spätsommer. Die Folgen sind häufig Knochenbrüche oder Schädelhirntraumen. Ärzte der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. raten, keine unnötigen Gefahren auf der Leiter bei der Obstbaumernte einzugehen und geben Tipps, wie ältere Menschen mit einfachen Vorkehrungen sicherer mobil sein können.

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"Insbesondere im Spätsommer haben wir immer wieder ältere Menschen nach einem Leitersturz zu versorgen", sagt Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Eine Osteoporose-Erkrankung erhöht das Risiko für Knochenbrüche erheblich. Die zusätzliche Einnahme von Blutverdünnungsmitteln führt häufig zu Gehirn- und Weichteilgewebsblutungen. Vor der Unfallversorgung steht für Unfallchirurgen allerdings die Prävention von Verletzungen. Für die Zeit der Obstbaumernte geben Unfallchirurgen folgende Tipps:

  1. vor dem Leiteraufstieg den Kreislauf mit Gymnastikübungen in Schwung bringen, zudem Greif- und Dehnübungen durchführen (Apfelgreifübungen auf dem Boden),
  2. festes Schuhwerk auf der Leiter tragen, keine Gartenclogs oder Schlappen,
  3. Leiter wackelfrei positionieren und von einer zweiten Person sichern lassen, dafür Klappleitern nutzen, auf Anstellleitern verzichten und alte Leitern generell aussortieren,
  4. Körper nicht übermäßig von der Leiter wegbewegen, sondern Leiter umstellen, um entferntere Früchte zu erreichen,
  5. eine Hand immer an der Leiter halten, Sammelkorb dazu durch einen Haken an der Leiter oder einem Ast befestigen.

Die Unfallchirurgen raten folgenden Personengruppen von einem Leiteraufstieg ab:

  • Personen, die zu Schwindel oder kurzen Bewusstseinsaussetzern neigen,
  • Personen mit kreislaufwirksamen Herzrhythmusstörungen,
  • Menschen, die an Erkrankungen mit Störungen der Wahrnehmung

DGU/RF

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