Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Stress kann zu Sehstörungen führen

Aktuelles

Gestresster, junger Mann sitzt vor mehreren PC-Bildschirmen und fasst sich an die Schläfen

Von der "Managerkrankheit des Auges" sind typischerweise jüngere Männer unter 50 Jahre betroffen.
© pressmaster - Fotolia

Do. 28. August 2014

Stress kann zu Sehstörungen führen

Zu viel Stress im Privatleben oder am Arbeitsplatz kann Sehstörungen auslösen. Betroffen von dieser "Managerkrankheit des Auges", auch Retinopathia centralis serosa (RCS) genannt, sind typischerweise jüngere Männer unter 50 Jahre. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hin.

Anzeige

Darüber hinaus warnt sie, dass die Augenkrankheit zu langen Ausfallzeiten im Beruf führen könne. Wer einen grauen Fleck im Gesichtsfeld oder Gegenstände verzerrt sehe, Schwierigkeiten beim Lesen habe und den Eindruck gewinne, dass die Farben nicht mehr stimmten, sollte einen Augenarzt aufsuchen, rät die DOG.

Bei der RCS hat sich die Netzhaut an manchen Stellen leicht angehoben. Darunter sind häufig Flüssigkeitsansammlungen zu erkennen. In schweren Fällen kommt es zu kleinsten Rissen und zum Austritt der Flüssigkeit in den Augapfel.

Die Ursachen sind bislang unbekannt. Forscher vermuten einen Zusammenhang mit der Persönlichkeit der Patienten. "Untersuchungen zeigen, dass viele Patienten eine sogenannte Typ A-Persönlichkeit haben, die mit erhöhter Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut einhergeht", so Professor Dr. med. Johann Roider, Präsident der DOG. Aber auch andere Ursachen wie genetisch bedingte Anfälligkeit oder eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori würden diskutiert.

Die meisten Patienten erholen sich bald wieder von den Sehstörungen – in der Regel nach drei bis sechs Monaten. Bei anderen kommt es jedoch immer wieder zu Rückfällen, sie sind über Monate krankgeschrieben. "In diesen Fällen raten wir zu einer Behandlung", so Roider. Die DOG empfiehlt eine Laserbehandlung oder eine bestimmte Photodynamische Therapie. Dabei versiegelt der Augenarzt die Netzhaut durch Laserlicht mit dem Untergrund. Diese Behandlung ist heute Standard bei Netzhautablösungen. "Neue Varianten haben das Komplikationsrisiko gesenkt, so dass die Therapie auch bei den meist jüngeren Patienten eingesetzt werden kann", betont Roider.

DOG/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Medikamente auf die Kopfhaut auftragen

Mit der 5-Linien-Regel funktioniert das innerhalb kürzester Zeit.

3-in-1-Pille senkt Blutdruck effektiv

Die Kombi-Pille könnte die Therapie in Zukunft deutlich vereinfachen.

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Thema der Woche: Reisen mit Krebs

Mit sorgfältiger Planung ist das kein Tabu. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.

Diät: Helfen kleine Teller doch nicht?

Wer Hunger hat, lässt sich von der Tellergröße nicht austricksen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen