Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kalium schützt Frauen ab 50 vor Schlaganfall

Aktuelles

Freundlich lächelnde Frau in den 50ern isst ein Schälchen Salat, Obstschale und Gemüse vor sich

Lebensmittel, in denen viel Kalium steckt, z.B. Salat, schützen Frauen ab 50 vor einem Schlaganfall.
© Kurhan - Fotolia

Fr. 05. September 2014

Kaliumreiche Ernährung schützt ältere Frauen vor Schlaganfall

Eine ausgewogene Ernährung, die genug Kalium enthält, scheint sich besonders für Frauen im fortgeschrittenen Alter auszuzahlen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher in einer Studie, der zufolge kaliumreiche Nahrungsmittel das Schlaganfall-Risiko senken und die Lebenserwartung verlängern.

Anzeige

"Unserer Ergebnisse liefern Frauen einen weiteren Grund, täglich Obst und Gemüse zu essen, denn diese sind gute Kalium-Quellen", sagt Studienautorin Sylvia Wassertheil-Smoller. Besonders reich an Kalium sind beispielsweise Trockenfrüchte, viele Hülsenfrüchte, Bananen, Aprikosen, Grünkohl oder Spinat. Die empfohlene Tagesmenge liegt für Erwachsene bei zwei Gramm. Es gebe allerdings auch Menschen, deren Blut zu viel Kalium enthalte und die hier vorsichtig sein müssen. Dies kann zum Beispiel bei einer Nierenerkrankung oder durch die Einnahme mancher Medikamente der Fall sein. "Deshalb sollte zuvor mit dem Arzt abgeklärt werden, wie viel Kalium man zu sich nehmen sollte", sagt Wassertheil-Smoller.

Die Forscher hatten Daten von über 90.000 Frauen zwischen 50 und 79 Jahren aus einem Zeitraum von elf Jahren analysiert. Das Resultat: Frauen, die am meisten Kalium zu sich nahmen, hatten ein um 12 Prozent geringeres Schlaganfall-Risiko als Frauen, die am wenigsten davon zu sich nahmen. Speziell galt dies für die Gefahr eines ischämischen Schlaganfalls, der durch einen Gefäßverschluss im Gehirn verursacht wird. Diese lag bei einer kaliumreichen Ernährung um 16 Prozent niedriger, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Stroke berichten. Auch die Gefahr, im Verlauf der Studie zu sterben, war bei höheren Kalium-Mengen geringer.

Besonders deutlich machte sich der Kalium-Einfluss bei Frauen ohne Bluthochdruck bemerkbar. Bei Frauen mit Bluthochdruck hatte eine kaliumreiche Ernährung lediglich einen Einfluss auf die Sterblichkeit, auf das Schlaganfall-Risiko hingegen nicht.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Was tun bei trockenen Augen?

Trockene Heizungsluft, eisige Kälte und Wind machen vielen Menschen Probleme.

Gene steuern, wie viel wir uns bewegen

Ob sich jemand im Alltag viel bewegt, bestimmt offenbar auch das Erbgut.

Antidepressiva bei Herzschwäche?

Viele Medikamente sind für Herzkranke nicht geeignet.

Die Menstruation ist oft ein Tabuthema

In vielen Regionen der Welt sind Frauen und Mädchen dadurch stark benachteiligt.

Resistenzen: Vom Tier auf den Menschen

60 Prozent aller Krankheiten des Menschen sind auf Tiere zurückzuführen.

Duftkerzen können Allergien auslösen

Einige Duftstoffe, die zum Beispiel in Kerzen stecken, sind für die Gesundheit bedenklich.

Anhaltenden Knieschmerz abklären lassen

Die Schmerzen können ein Warnzeichen für fortschreitende Arthrose sein.

Ist Nasenbohren gefährlich?

Gefährliche Pneumokokken könnten sich auf diese Weise übertragen.

Ein Marathon belastet das Herz

Kürzere Distanzen wie ein Halbmarathon belasten den Herzmuskel weniger stark.

Schwerhörigkeit fördert Demenz

Unbehandelt kann ein Hörverlust zu Demenz und anderen Krankheiten führen.

Bewegung: Fällt Deutschland durch?

Experten haben Noten für die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen verteilt.

Sauna-Besuche verlängern das Leben

Wer mehrmals pro Woche sauniert, stirbt seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen