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Jüngere Ärztin untersucht bei Seniorin rheumatisch geschwollenen Fuß und Fußgelenk

Patienten mit rheumatoider Arthritis, aber auch ihre Ärzte sollten alle Gelenke im Blick behalten - auch die in den Füßen.
© JPC-PROD - Fotolia

Fr. 19. September 2014

Rheuma: Auch auf die Fußgelenke achten

Während die meisten Gelenke von Patienten mit rheumatoider Arthritis regelmäßig unter die Lupe genommen werden, bleiben die Fußgelenke oft außen vor. Rheumatologen warnen nun, dass entzündete Fußgelenke zu häufig übersehen werden.

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Die Fußgelenke seien bei fast allen Menschen mit rheumatischer Erkrankung betroffen, würden aber häufiger ignoriert als etwa entzündete Gelenke der Hand, stellen Rheuma-Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) fest. Selbst viele Ärzte vernachlässigten den Blick auf die Füße der Patienten. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Krankheitsaktivität mit Hilfe des sogenannten Disease Activity Score zu ermitteln. Bei dieser Beurteilung des Krankheitszustandes und -fortschritts einer rheumatoiden Arthritis werden 28 Gelenke untersucht, darunter Finger-, Hand-, Ellenbogen-, Schulter- und Kniegelenke, so die Experten. Nicht erfasst werden: die Fußgelenke.

Dabei seien diese besonders gefährdet, sagt Dr. Christine Seyfert von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh). Bei mehr als 85 Prozent der Menschen mit rheumatoider Arthritis träten aufgrund der Entzündungen Verformungen der Füße auf. "Viele Patienten nehmen die resultierenden Schwellungen an den Füßen zunächst unbeachtet hin und berichten dem Arzt nicht direkt davon", sagt Professor Dr. Stefan Rehart, Präsident der DGORh. Das zeige sich auch an der Häufigkeit der Operationen: Etwa jede dritte Operation führen orthopädische Rheumatologen an den Füßen durch, erläutert Rehart. Mit einer schnellen Anpassung der Medikation in Kombination mit konservativen Therapien muss es jedoch gar nicht erst so weit kommen. Rehart betont: "Auch ein einzelnes stark entzündetes Gelenk ist Anlass genug, um die Medikation umgehend anzupassen." Betroffenen Menschen empfiehlt er zudem, alle ein bis zwei Jahre nicht nur einen internistischen, sondern auch einen orthopädischen Rheumatologen aufzusuchen.

DGRh/HH

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