Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Süßstoffe verwirren Zuckerstoffwechsel

Aktuelles

Sommerszene: Paar in den 60ern, Portrait, in die Kamera schauend, gelbe T-Shirts, jeweils ein Glas Limo in der Hand. Beide lächeln

Künstliche Süßstoffe finden sich in vielen Diät- oder Light-Getränken.
© aletia2011 - Fotolia

Mo. 29. September 2014

Synthetische Süßstoffe könnten Diabetesrisiko erhöhen

Künstliche Süßstoffe sind nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) kein geeignetes Mittel, um das Gewicht zu halten oder gar um abzunehmen. Sie enthalten zwar keine Kalorien, doch neueren Forschungsergebnissen zufolge könnten sie den Zuckerstoffwechsel stören und dadurch das Risiko erhöhen, an Diabetes zu erkranken.

Anzeige

Bei Mäusen, denen häufig genutzte Süßstoffe wie Saccharin, Aspartam oder Sucralose ins Trinkwasser gegeben wurde, reagierten auf einen Glukosebelastungstest mit einem überhöhten Anstieg der Blutzuckerwerte, schreiben Israelische Forscher im Fachblatt Nature. Für den Endokrinologen Professor Dr. Klaus D. Döhler aus Hannover ist dies ein ernst zu nehmendes Ergebnis: "Wir führen den Glukosebelastungstest zur Frühdiagnose des Typ-2-Diabetes durch. Ein Anstieg des Blutzuckers könnte deshalb bedeuten, dass Süßstoffe die Entwicklung der Zuckerkrankheit fördern."

Die ungünstige Wirkung der Süßstoffe scheint über eine Veränderung der Darmbakterien zustande zu kommen. "Die Süßstoffe begünstigen das Wachstum von Darmbakterien, die die Aufnahme von Zucker und möglicherweise auch von kurzkettigen Fettsäuren aus dem Darm steigern", erläutert Professor Dr. Helmut Schatz, Mediensprecher der DGE. "Die regelmäßige Einnahme von Süßstoffen könnte deshalb die Nahrungsverwertung steigern."

Ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, bleibt vorerst unklar. Die israelischen Forscher testeten das an nur sieben Personen, von denen einzelne auf die Süßstoffe reagierten, andere jedoch nicht. Um Übergewicht zu reduzieren, empfiehlt Schatz, statt auf Süßstoffe zu setzen, sich lieber ausgewogen zu ernähren. Dazu gehören reichlich Obst und Gemüse sowie Zucker in Maßen. Er rät, täglich etwa 500 Kilokalorien weniger zu verzehren als gewohnt.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

3-in-1-Pille senkt Blutdruck effektiv

Die Kombi-Pille könnte die Therapie in Zukunft deutlich vereinfachen.

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Thema der Woche: Reisen mit Krebs

Mit sorgfältiger Planung ist das kein Tabu. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.

Diät: Helfen kleine Teller doch nicht?

Wer Hunger hat, lässt sich von der Tellergröße nicht austricksen.

Hitze beeinträchtigt Medikamente

Einige Arzneimittel bergen bei den aktuellen Temperaturen Risiken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen