Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Epilepsie: 5 Tipps für den Fall eines Anfalls

Aktuelles

Frau schaut sich Tablette an.

Bei Epilepsie müssen die Medikamente dauerhaft eingenommen werden.
© patmucphotography - Fotolia

Mo. 06. Oktober 2014

Epilepsie: 5 Tipps, wie Sie im Falle eines Anfalls helfen können

Epileptische Anfälle können mit unkontrollierten Zuckungen, Verkrampfungen und Bewusstseinsverlust des Betroffenen einhergehen. Sie sind für den Patienten körperlich und psychisch sehr belastend, gleichzeitig auch sehr irritierend für uninformierte Beteiligte. Einige Verhaltensregeln helfen, den Alltag mit Epileptikern sicherer zu gestalten.

Anzeige

  • Bewahren Sie Ruhe! Die meisten Anfälle dauern weniger als zwei Minuten.
  • Verhindern Sie Verletzungen und lassen Sie den Betroffenen auskrampfen. Entfernen Sie gefährliche Gegenstände oder polstern Sie Pfosten oder Türkanten ggf. ab, beispielsweise mit Decken.
  • Bringen Sie den Betroffenen, nachdem er ausgekrampft hat, in eine stabile Seitenlage, damit dieser nicht an dem eigenen Erbrochenen erstickt.
  • Verständigen Sie unbedingt den Rettungsdienst, wenn Ihnen der Betroffene und seine Erkrankung nicht bekannt sind. Ist Ihnen bekannt, dass der Betroffene Epileptiker ist, sollte die Rettung alarmiert werden, wenn der Krampf länger als fünf Minuten dauert.
  • Bleiben Sie nach dem Anfall bei dem Betroffenen, bis er klar ist und sich orientieren kann. Das kann unter Umständen einige Zeit dauern, da der Betroffene nach dem Krampf in eine Nachschlafphase fällt.

Um zu verhindern, dass es zu einem epileptischen Anfall kommt, gibt es verschiedene Medikamente, die der Patient regelmäßig und dauerhaft einnehmen muss. Wirkstoffe heißen beispielsweise Carbamazepin, Gabapentin, Lamotrigin, Phenytoin oder Oxcarbazepin. Doch die Behandlung gestaltet sich nicht immer einfach, denn weniger als die Hälfte der Patienten lässt sich im ersten Schritt stabil einstellen. Falls das erste Medikament nicht befriedigend wirkt, wird der Arzt ein zweites Präparat einsetzen, um die Medikation genauer auf das Krankheitsbild des Patienten abzustimmen.

AK-Nds/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gelenkersatz: Wie lange hält's?

Forscher haben die Lebensdauer von Hüft- und Knieprothesen untersucht.

Wenn Medikamente den Schlaf rauben

Bestimmte Arzneimittelgruppen stören häufiger als andere die Nachtruhe.

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Haut im Winter richtig pflegen

In der kalten Jahreszeit trocknet die Haut besonders schnell aus.

Erst Zähneputzen, dann Zahnseide?

Eine neue Untersuchung zeigt, mit welcher Reihenfolge Zahnbeläge am besten entfernt werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen