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Mutter trägt schielendes Baby auf dem Arm

Augenexperten raten, schielende Kinder möglichst früh zu behandeln.
© Kadmy - Fotolia

Do. 09. Oktober 2014

Schielen frühzeitig behandeln

Schielen betrifft rund vier Prozent aller neugeborenen Kinder. Da eine lebenslange Sehschwäche die Folge sein kann, ist es wichtig, eine Schielstellung möglichst früh abzuklären und gegebenenfalls zu korrigieren. Darauf weist der Augenspezialist Guido Dorner von der Medizinischen Universität (MedUni) Wien anlässlich des Welttags des Sehens am 9. Oktober 2014 hin.

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Während sich das Schielen bei etwa 50 Prozent der Kinder schon mit der richtigen Brille korrigieren lasse, benötige die andere Hälfte eine Schiel-Behandlung und manchmal auch eine Schiel-Operation, so der Augenexperte. Früher sei es üblich gewesen, damit bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr zu warten, insbesondere wegen der Gefahren von Narkosen bei Kindern. Seither habe sich die Kinder-Anästhesie aber deutlich verbessert, so dass eine Schiel-Operation heute in jedem Alter möglich sei.

Zum Schielen kommt es, wenn zwischen der Zugkraft der sechs äußeren Augenmuskeln ein deutliches Ungleichgewicht besteht beziehungsweise das Gehirn die zwei Bilder, die von den zwei Augen gesendet werden, nicht überlagern kann. Durch eine Schiel-Operation wird ein Gleichgewicht im Muskelzug hergestellt, und zwar ohne Eingriff ins Innere des Auges. Die Sehnenansätze der Augenmuskeln befinden sich unter der Bindehaut und sind durch einen kleinen, minimal-invasiven Bindehautschnitt in der Augenhöhle zugänglich, erläutert der Experte.

"Vor allem wenn Schielen in der Familie erblich ist, wenn andere Verdachtsmomente bestehen oder bei Frühgeburten, ist eine frühzeitige Abklärung mit dem Kinderaugenarzt ratsam", sagt Dorner. Schon Anfang der 1980er Jahre hatten Wissenschaftler festgestellt, dass sich beidäugiges Sehen und die Informationsverarbeitung im Sehwahrnehmungssystem bereits grundlegend im ersten Lebensjahr entwickeln. Bei Kleinkindern bedeute eine korrekte Behandlung volle Sehkraft mit beiden Augen, fördere die Entwicklung des räumlichen Sehens und garantiere bleibenden Erfolg, so Dorner.

MedUni Wien/HH

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