Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Im Alter reicht milde Blutdrucksenkung

Aktuelles

Seniorin (70+) in hellblauem Pulli bekommt von Ärztin in Praxis den Blutdruck gemessen

Für Menschen ab 65 Jahren könnte ein Wert von 150 mmHg für den oberen Blutdruckwert durchaus zufriedenstellend sein.
© Alexander Raths - Fotolia

Mi. 05. November 2014

Forscher: im Alter reicht milde Blutdrucksenkung

Bluthochdruck steht nicht zuletzt mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Nierenkrankheiten und Schlaganfällen in Zusammenhang. Bei der Blutdrucksenkung stellt sich jedoch die Frage "Wie niedrig ist niedrig genug?" Pharmazeuten aus den USA zufolge reicht bei älteren Menschen oft auch eine sanftere Kontrolle des oberen Blutdruckwerts aus.

Anzeige

So könne für Senioren ab 65 Jahren ein Wert von 150 mmHg für den oberen, systolischen Blutdruckwert durchaus zufriedenstellend sein, so die Forscher. Damit rütteln sie an der weit verbreiteten Auffassung, wonach ein Wert von 140 mmHg möglichst nicht überschritten werden sollte. Ihre breit angelegte Literaturübersicht zu dem Thema habe aber ergeben, dass ein intensiverer Einsatz von Medikamenten bei älteren Menschen keinen deutlichen Nutzen zeige. Diese Erkenntnis sei wichtig, weil bei Blutdrucksenkern Nebenwirkungen auftreten können, die mit höherer Dosierung noch zunehmen können. Ein Beispiel dafür ist plötzlicher Blutdruckabfall, der beim Aufstehen oder beim Stehen selbst auftreten kann und mit Benommenheit und Schwindel einhergeht. Dadurch steige das Risiko eines gefährlichen Sturzes an, so die Forscher.

Nichtsdestotrotz müsse ein zu hoher Blutdruck behandelt werden, so die Forscher. "Es ist eindeutig sinnvoll, den Wert so zu kontrollieren, dass er bei 150 oder darunter liegt", sagt David Lee, Professor für pharmazeutische Praxis an der Oregon State University. Doch gebe es mit zunehmendem Alter weniger Hinweise dafür, dass eine stringente Blutdruckkontrolle den gleichen Stellenwert einnehme wie in jüngeren Jahren. In der Zukunft sei es daher wichtig herauszufinden, welche Senioren von welcher Behandlung am meisten profitierten und so zu einem individuelleren Therapieansatz zu kommen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erste Hilfe bei Kreislaufproblemen

Die sommerlichen Temperaturen schlagen vielen Menschen auf den Kreislauf.

Hautpflege-Tipps für Menschen mit Vitiligo

Je nach Ausmaß kann die Weißfleckenkrankheit eine große Belastung für Betroffene sein.

Blutgruppen lassen sich umwandeln

Forschern ist es gelungen, Blutgruppe A in die universell einsetzbare Blutgruppe 0 zu verwandeln.

Windpocken-Impfung: Doppelter Schutz

Die Impfung senkt auch das Risiko für eine schmerzhafte Gürtelrose.

Hat Zähneknirschen auch Vorteile?

In manchen Fällen kann sich Zähneknirschen auch positiv auswirken.

Neues Medikament gegen Arthritis getestet

Der Wirkstoff Upadacitinib zeigt in einer klinischen Studie sehr gute Erfolge.

Diabetes-Medikament gegen Hormonstörung?

Metformin könnte Frauen helfen, die unter einem Überschuss an männlichen Hormone leiden.

Werbegeschenke in Apotheken verboten

Apotheker dürfen nach einem Gerichtsurteil keine Geschenke mehr an ihre Kunden verteilen.

Zocken am Computer: Schon krankhaft?

Ein Online-Test gibt Hinweise auf eine mögliche Computerspielsucht.

Einige Cremes sind für Kinder riskant

Bei Kindern gelangen viele Substanzen schneller ins Blut rufen Nebenwirkungen hervor.

So gefährlich sind Waschmittel-Pods

Besonders für Kinder und Menschen mit Demenz sind die verpackten Waschmittel ein Risiko.

Antibiotika verschmutzen Flüsse

Forscher haben Rückstände in Flüssen auf der ganzen Welt gefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen