Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Schlafstörungen auf den Grund gehen

Aktuelles

Älterer Mann schläft im Sitzen mit Kopf auf der Tischplatte.

Manche langwirksamen Schlafmittel können dazu führen, dass man bis in den nächsten Tag hinein müde ist.
© Stefan Körber - Fotolia

Mo. 17. November 2014

Anhaltende Schlafstörungen: gründliche Diagnose nötig

Gelegentlich durchwachte Nächte werden von vielen hingenommen. Treten Schlafstörungen häufiger auf, greifen viele Patienten auf Schlaftabletten zurück, weiß Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Das allein reicht jedoch meist nicht aus.

Anzeige

Das Angebot an Schlafmitteln ist groß. Es reicht von mild wirksamen pflanzlichen Präparaten bis zu synthetischen Produkten, die den Schlaf einleiten. Gerade bei letzteren sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Fink: "Immerhin wirken die Präparate relativ lange, so dass Betroffene am nächsten Tag noch müde und schwerfällig in ihren Reaktionen sein können, besonders wenn zusätzlich Alkohol konsumiert wird." Zudem hat die durch Medikamente herbeigeführte Nachtruhe nicht dieselbe Qualität wie der natürliche Schlaf. Betroffene sind weniger erholt, ausgeruht und leistungsfähig. Werden rezeptpflichtige Präparate länger eingenommen, könne dies zur Gewöhnung führen, sogar zur Abhängigkeit, warnt die Apothekerin. Deshalb sei es wichtig, die Warnhinweise auf dem Beipackzettel zu befolgen. Gelegentlich eine Tablette einzunehmen, sei jedoch nicht weiter problematisch.

Fink rät, so früh wie möglich den Ursachen der Schlafprobleme auf den Grund gehen. Diese können zahlreich sein: Dauerstress, Sorgen, Lärm, Krankheiten und chronische Erschöpfung – auch als Burn-Out-Syndrom bekannt – können ebenso Gründe sein wie eine ungesunde Lebensweise in Bezug auf Bewegung, Schlafenszeiten, Essen, Kaffee- und Alkoholkonsum. Besonders ältere Menschen sind oft von Muskelschmerzen oder rheumatischen Beschwerden geplagt, was die Nachtruhe behindert. Statt Schlaftabletten einzunehmen, sei hier eine Schmerztherapie anzuraten. Ebenso können Wechseljahresbeschwerden, Depressionen, Herz- oder Schilddrüsenerkrankungen, hoher Blutdruck sowie Krankheiten, die mit Atemnot einhergehen, zu durchwachten Nächten führen. Nicht zuletzt können auch Arzneimittel den gesunden Schlaf stören. Der Apotheker hilft gerne, die Medikamente des Patienten daraufhin zu prüfen.

Anhaltende Schlafstörungen erfordern eine grundlegende Diagnose und die Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen. Doch Fink macht allen Betroffenen Mut: "Die Behandlung ist zwar nicht immer leicht, aber den meisten kann geholfen werden. Voraussetzung ist, dass sich Patienten nicht kritiklos jedes Medikament selbst verordnen, sondern beizeiten fachlichen Rat einholen."

LAK/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Winter-Vitamine

Was unser Immunsystem unterstützt und wie sich unser Bedarf decken lässt, lesen Sie hier.

Weihnachtsbaum sicher transportieren

Diese Gefahren und Bußgelder drohen, wenn der Baum nicht richtig gesichert ist.

Zu viel Magnesium verursacht Durchfall

Experten empfehlen eine Tageshöchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel.

Verstopfung bei Kindern behandeln

Ein Apotheker erklärt, was bei Problemen mit der Verdauung hilft.

Rentner schlafen besser und länger

Im Ruhestand lösen sich offenbar viele Schlafprobleme in Luft auf.

Gesunde Ernährung gegen MS-Symptome

Eine US-Studie zeigt, welchen Einfluss die Ernährung bei Multipler Sklerose hat.

Thema der Woche: Rotavirus

Besonders für Säuglinge und Kleinkinder ist das Magen-Darm-Virus gefährlich.

Akupunktur lindert Gelenkschmerzen

Die Methode hilft Frauen, die infolge einer Brustkrebs-Therapie unter Schmerzen leiden.

Senioren mangelt es an Vitamin D und B12

Forscher haben untersucht, wie gut über 65-Jährige mit Vitaminen versorgt sind.

Wie finde ich einen guten Chirurgen?

Experten zeigen Qualitätskriterien, die ein guter Chirurg erfüllen sollte.

Nudeln machen nicht alle Menschen dick

Die Gene entscheiden offenbar mit, welche Lebensmittel uns dick machen.

Ärzte warnen vor Vitamin-D-Überdosis

Wer hoch dosierte Präparate einnimmt, riskiert unter anderem Nierenschäden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen