Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Mit Knoblauch-Stoffen gegen Krebs

Aktuelles

Bildfüllend: getrocknete Knoblauchknollen

Bestimmte Selenverbindungen aus Knoblauch könnten Stoffe neutralisieren, mit denen Krebszellen die Immunabwehr austricksen wollen.
© dvoevnore - Fotolia

Mi. 26. November 2014

Stoffe aus Knoblauch könnten Krebs bremsen

Bestimmte Selen-Verbindungen aus Knoblauch verändern offenbar die Immunabwehr und könnten so dabei helfen, Krebsarten wie schwarzen Hautkrebs, Prostatakrebs und bestimmte Arten von Leukämie (Blutkrebs) zu bekämpfen. Darauf deuten die Ergebnisse einer dänischen Studie hin.

Anzeige

"Bestimmte Selen-Verbindungen, die zum Beispiel in Knoblauch aber auch in Brokkoli natürlich vorkommen, sind dazu in der Lage, einen speziell von Krebszellen gebildeten Stoff zu blockieren, der das Immunsystem überstimuliert", erklärt Professor Søren Skov von der Universität Kopenhagen. Eigentlich ist das Immunsystem darauf spezialisiert, Zellen, die sich verändern, zum Beispiel Krebsvorstufen, zu erkennen und zu beseitigen. Doch Krebszellen haben Mechanismen, mit denen sie die Immunabwehr austricksen und ungehindert wachsen können. Einige tun dies, indem sie Stoffe produzieren, die sich auf das Immunsystem auswirken. "Man kann sagen, dass solche stimulierenden Moleküle das Immunsystem überaktivieren und zum Kollabieren bringen", erläutert Skov.

Bei dem jetzt von den Forschern untersuchten Stoff handelt es sich um eine bestimmte Variante des sogenannten NGK2D-Liganden – ein Eiweiß, das eine wichtige Rolle bei aggressiven Krebsarten wie schwarzem Hautkrebs, Prostatakrebs und bestimmten Leukämiearten spielt, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry berichten. Die NGK2D-Liganden kommen auf der Zelloberfläche von Krebszellen vor, werden aber auch ins Blut abgegeben. Sind sie vermehrt im Blut nachweisbar, gelten sie als Marker für schwere Erkrankungen, so die Forscher. "Wir konnten zeigen, dass bestimmte Selen-Verbindungen dabei helfen können, diese Moleküle zu neutralisieren, sowohl auf der Zelloberfläche als auch in Blut gelöster Form", so Skov. Die Selen-Verbindungen bremsen damit also Vorgänge, die durch die Krebszellen überstimuliert werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Akupunktur hilft in den Wechseljahren

Wöchentliche Sitzungen könnten Frauen helfen, die keine Hormonersatztherapie wollen.

Fieber: Ist es Grippe oder eine Erkältung?

Viele Menschen kennen die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen nicht.

Gelenkersatz: Wie lange hält's?

Forscher haben die Lebensdauer von Hüft- und Knieprothesen untersucht.

Wenn Medikamente den Schlaf rauben

Bestimmte Arzneimittelgruppen stören häufiger als andere die Nachtruhe.

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen