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GrundschülerInnen in bunter Kleidung fröhlich lächelnd vor Tafel sitzend (2 Mädchen, 2 Jungen, 1 Mädchen, von links)

Schüler kommen mit vielen Menschen in Kontakt und verbreiten Grippeviren daher weiträumig.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Do. 11. Dezember 2014

Grippe: Impfung von Schülern schützt viele andere

Vieles scheint für eine generelle Grippeimpfung für Kinder zu sprechen. Dies bestätigte sich auch in einer aktuellen US-Studie, in der Forscher Daten zweier Grippesaisons auswerteten. Danach kann eine Immunisierung von Schulkindern große Teile der Bevölkerung vor Grippe schützen.

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Im Alachua County in Florida war die Hälfte der 5- bis 17-Jährigen im Rahmen eines Schulprogramms in den Grippesaisons 2011/2012 und 2012/2013 geimpft worden. Dadurch sank die Erkrankungsrate in dieser Altersgruppe um fast 80 Prozent, berichtet Cuc Tran von der Universität Florida gemeinsam mit Kollegen online im Fachjournal PLOS ONE. Bemerkenswerterweise sank die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen damit auch in anderen Altersgruppen: Bei den 0- bis 4-Jährigen sogar um fast 90 Prozent, obwohl diese Altersgruppe nicht in das Impfprogramm eingeschlossen war. Bei all jenen Einwohnern, die dem Schulalter schon entwachsen waren, sank das Auftreten grippeähnlicher Erkrankungen mit 60 Prozent um mehr als die Hälfte.

Die Studienergebnisse bestätigen den Forschern zufolge damit das, was mathematische Modelle schon prognostiziert hatten. Würden Schulkinder gegen Influenza geimpft, könnten davon auch andere Bevölkerungsgruppen profitieren, zum Beispiel ganz junge Kinder, die noch nicht geimpft werden dürfen, oder Menschen, für die aufgrund einer Erkrankung eine Grippeimpfung nicht infrage kommt. "Damit könnten wir Menschen schützen, die anders nicht geschützt werden können", sagt Tran. Dass gerade Schüler hierbei offenbar eine wichtige Rolle zu spielen scheinen, liege an verschiedenen Aspekten: Wenn Schüler an Grippe erkrankten, seien sie oft länger krank, so Tran, und das Hygieneverhalten - Händewaschen zum Beispiel – sei in diesem Alter oft nicht gerade perfekt. Durch Freizeitaktivitäten, Schule, Freunde und Familie kommen Schüler zudem mit viel mehr Menschen in Kontakt als Erwachsene, wodurch sich die Ansteckungsgefahr erhöht.

HH

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