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Portrait von Seniorin mit Tochter.

Ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs liegt häufig in der Familie.
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Fr. 12. Dezember 2014

Vorbeugend Tamoxifen bei hohem Brustkrebs-Risiko

Viele Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs erhalten eine Therapie mit dem Wirkstoff Tamoxifen. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass sich der Arzneistoff bei einem sehr hohen Brustkrebs-Risiko auch vorbeugend bewähren könnte.

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Mit Hilfe von Tamoxifen verringerte sich die Brustkrebsrate bei den Studienteilnehmerinnen um fast 30 Prozent, so das Ergebnis der Studie, die unter der Federführung von Krebsforschern der Queen Mary Universität in London durchgeführt worden war. Wie die Forscher im Fachblatt The Lancet Oncology berichten, blieb dieser vorbeugende Effekt über 20 Jahre nahezu konstant.

Die Studienteilnehmerinnen waren nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt worden, von denen eine Gruppe über fünf Jahre täglich 20 Milligramm Tamoxifen einnahm, während die Frauen der andern Gruppe lediglich ein Scheinmedikament erhielten. Von den 7.154 Teilnehmerinnen erkrankten 350 Frauen der Placebo-Gruppe an Brustkrebs, dagegen nur 251 Frauen der Tamoxifen-Gruppe. Dies sei eine Verringerung um 29 Prozent, berichteten die Forscher auf einem Symposium von Brustkrebsspezialisten in San Antonio. Nach 20 Jahren betrug das geschätzte Erkrankungsrisiko für die Tamoxifen-Gruppe acht, für die Placebo-Gruppe zwölf Prozent.

"Was die Prävention von Brustkrebs betrifft, sind wir schon weit gekommen", sagt der Studienleiter und Krebsforscher Professor Jack Cuzick. Während eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung vielen Frauen dabei helfen könnte, Brustkrebs vorzubeugen, bräuchten Frauen mit hohem Brustkrebs-Risiko stärker wirkende Maßnahmen. Hier könnte unter anderem Tamoxifen eine wichtige Rolle spielen, glaubt Cuzick. Allerdings sei das Mittel nicht ohne Nebenwirkungen: Unter anderem müsse sein Einfluss auf die Entstehung von Gebärmutterkrebs noch weiter erforscht werden.

HH

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