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Junge Frau in den 20ern auf Bett liegend, schummriges Licht, liest in einem E-Book

E-Reader mit Beleuchtung haben den Vorteil, dass man auch im Dunkeln mit ihnen lesen kann. Leider führt genau diese Eigenschaft wiederum zu Schlafproblemen.
© Dash - Fotolia

Di. 23. Dezember 2014

Licht von E-Readern stört den Schlafrhythmus

E-Reader mit Beleuchtung ermöglichen es Leseratten, selbst im Dunkeln zu schmökern. Im Gegensatz zu Büchern aus Papier kann sich das Lesen elektronischer Bücher jedoch nachteilig auf den Schlaf auswirken, wie US-Forscher jetzt feststellten.

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"Die natürliche innere Uhr des Köpers wird durch das kurzwellige Licht solcher Geräte, das auch als blaues Licht bekannt ist, gestört", sagt die Neurowissenschaftlerin Anne-Marie Chang vom Brigham and Women's Hospital in Boston. Studienteilnehmer, die in den vier Stunden vor dem Zubettgehen ein licht-ausstrahlendes elektronisches Buch auf einem Tablet-PC lasen, brauchten länger, um einzuschlafen, waren am Abend weniger müde und verbrachten weniger Zeit im sogenannten REM-Schlaf. Dafür waren sie am nächsten Morgen nach acht Stunden Schlaf müder und weniger aufmerksam als Teilnehmer, die ein herkömmliches Buch aus Papier gelesen hatten, wie Chang gemeinsam mit Kollegen im Fachblatt Proceedings oft he National Academy of Science berichtet.

Des Weiteren konnten die Forscher nachweisen, dass der Körper von Lesern der E-Reader-Gruppe weniger Melatonin bildete, ein Hormon, das normalerweise zum Abend hin ansteigt und unter anderem müde macht. Zudem hatten sie einen um mehr als eine Stunde verzögerten Schlaf-Wach-Rhythmus, was die Forscher anhand des Melatonin-Spiegels nachweisen konnten.

Dies seien wichtige Erkenntnisse, da immer mehr Menschen elektronische Geräte zum Lesen, Kommunizieren und zur Unterhaltung nutzen, so die Wissenschaftler. Die Ergebnisse könnten durchaus auch für andere elektronische Geräte gelten, die blaues Licht ausstrahlen, darunter Laptops, Smartphones oder LED-Bildschirme. Weitere Studien zu Langzeitwirkungen seien dringend nötig, so die Forscher. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass in anderen Arbeiten ein Zusammenhang zwischen einem durch nächtliches Licht verursachten Melatonin-Mangel und einem erhöhten Krebsrisiko nachgewiesen wurde.

HH

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