Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Typ-1-Diabetes früh erkennen: Studie

Aktuelles

Mädchen liegt auf dem Sofa.

Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung des Kindes- und Jugendalters. Bundesweit leben 30.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren mit Typ-1-Diabetes.
© mauritius images

Di. 30. Dezember 2014

Typ-1-Diabetes: Studie zur Früherkennung für alle Kinder in Bayern

Am 1. Januar 2015 startet die Fr1da-Studie, ein Screening-Projekt in Bayern zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes bei Kindern. Bereits über 200 Kinderarztpraxen beteiligen sich an dem Projekt. Ziel ist es, durch eine frühe Diagnose die betroffenen Kinder bestmöglich zu behandeln.

Anzeige

"Unser Ziel ist es, die Früherkennungsuntersuchung allen Kindern in Bayern zugänglich zu machen", sagt Studienleiterin Professor Dr. Anette-Gabriele Ziegler von der Technischen Universität München. Bei Typ-1-Diabetes sind schon Monate bis Jahre vor Ausbruch der Krankheit Diabetes-typische Antikörper im Blut nachweisbar. Mit einem einfachen Bluttest können Betroffene frühzeitig erkannt werden. "Dies gibt den Kindern und Angehörigen wertvolle Zeit, um sich auf den Umgang mit der Erkrankung vorzubereiten", so Ziegler. Die jungen Patienten und ihre Familien erhalten dann eine umfangreiche medizinische Betreuung sowie Schulungsangebote in Wohnortnähe, um die Bewältigung der Erkrankung im Alltag langsam zu erlernen sowie Komplikationen frühzeitig zu verhindern.

Die Untersuchung findet für Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren entweder im Rahmen der jeweiligen Vorsorgeuntersuchung (U7, U7a, U8, U9) oder auch bei jedem anderen Kinderarztbesuch statt. Sie ist für die Teilnehmer kostenfrei. Die Bestimmung der Autoantikörper wird anhand weniger Blutstropfen durchgeführt, die durch einen kleinen Stich in den Finger gewonnen werden. Bei Interesse erkundigen Sie sich bei Ihrem Kinderarzt, ob er an der Studie teilnimmt. Darüber hinaus können die Organisatoren der Studie einen teilnehmenden Arzt vermitteln. Mehr Informationen und Kontakt auf der Studien-Website www.typ1diabetes-frueherkennung.de.

Die Fr1da-Studie wird vom Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit der Technischen Universität München, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., dem Landesverband Bayern und PaedNetz Bayern sowie dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege durchgeführt. Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung des Kindes- und Jugendalters. Bundesweit leben 30.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren mit Typ-1-Diabetes, jährlich kommen über 2.000 Neuerkrankungen hinzu.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zitrone und Ingwer für das Immunsystem

Bestimmte Geschmacksstoffe verbessern die Abwehrkräfte im Speichel.

Bewegung oder Diät: Was ist wichtiger?

Experten haben untersucht, wovon Herzkranke mehr profitieren.

Diät: Abführmittel sind gefährlich

Apotheker warnen davor, die Medikamente missbräuchlich zu verwenden.

Mit Medikamenten am Steuer

Was das für rechtliche Konsequenzen haben kann, erklärt ein Fachanwalt.

Brustkrebs: Meditation und Yoga helfen

Onkologen erklären, wovon Frauen profitieren und was eher nicht hilft.

Snacks im Büro sind oft ungesund

Das gilt vor allem für Snacks, die der Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung stellt.

Grippeimpfung in der Apotheke hat Vorteile

Die Impfrate könnte sich auf diese Weise deutlich steigern lassen.

Schmerzmittel künftig mit Warnhinweis

Dieser soll auf die Risiken der rezeptfreien Medikamente hinweisen.

Die häufigsten Fehler beim Eincremen

Diese 3 Tipps tragen dazu bei, dass eine Salbe richtig wirken kann.

Thema der Woche: Reizdarm ernst nehmen

Vor der Diagnose haben viele Patienten oft einen langen Leidensweg hinter sich.

Welche Sorte Kaffeetrinker sind Sie?

Manche Menschen sind gegenüber Koffein sensibler als andere.

Macht zu viel Zeit am Bildschirm depressiv?

Smartphone & Co könnten bei Teenagern für Schlafstörungen und Depressionen sorgen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen