Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Migräne: Wie man vorbeugen kann

Aktuelles

Im Freien (Sträucher oder Bäume im Hintergrund): Frau ca. Mitte 50 mit Sommerstrohhut (blau-weiß), geschlossene Augen, greift sich mit der rechten Hand an die schmerzende Stirn.

Bei der Migräne kommt es attackenweise zu heftigen, häufig einseitigen pulsierend-pochenden Kopfschmerzen.
© Photographee.eu - Fotolia

Di. 27. Januar 2015

Migräne: Wann und wie man vorbeugen kann

Migräne zählt laut Weltgesundheitsorganisation zu den 20 Leiden, die das tägliche Leben am meisten einschränken. Das können Migräniker aus leidvoller Erfahrung bestätigen. Doch den Kopfschmerz-Attacken lässt sich vorbeugen. Für wen eine Migräne-Prophylaxe infrage kommt und wie sie geht, das erklärte der Pharmazie-Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz von der Universität Frankfurt am Main auf dem pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress für Apotheker in Schladming, Österreich.

Anzeige

Menschen, die selten und/oder unter schwachen Migräne-Attacken leiden, sind mit einer akuten Therapie meist gut bedient. Eine vorbeugende Behandlung kommt hingegen bei Migränikern infrage, die mehr als 3 Migräne-Attacken im Monat erleiden und/oder bei denen eine Attacke mehr als 72 Stunden anhält. Eine Migräne-Prophylaxe sei auch dann vonnöten, wenn die Arzneien zur akuten Therapie nicht ausreichend wirkten, ergänzte Schubert-Zsilavecz.

Zu den Arzneistoffen, die den Kopfschmerz-Attacken vorbeugen können, zählen die auch als Blutdrucksenker bekannten Betablocker. Besonders wirksam sind hier die Vertreter Metoprolol und Propranolol. Weitere Arzneistoffe, die sich gut für die Prophylaxe eignen, sind Flunarizin sowie die Wirkstoffe Topiramat und Valproinsäure, die ihre "erste Karriere" als Epilepsie-Medikamente gemacht haben. Schubert-Zsilavecz empfiehlt, die Dosis der Arzneistoffe schrittweise zu erhöhen und sie – da sie müde machen – erst abends einzunehmen. Außerdem solle man ihre Wirksamkeit nicht zu früh, sondern erst nach sechs bis acht Wochen beurteilen. So viel Zeit müsse man den Mitteln geben.

Schubert-Zsilavecz wies darauf hin, dass man einer Migräne zusätzlich mit nicht-medikamentösen Maßnahmen vorbeugen könne. Dazu zählen Entspannungsverfahren, z.B. die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, regelmäßiger Ausdauersport und ein möglichst gleichmäßiger Lebensrhythmus – denn plötzliche Veränderungen (Stress, Belastungen und ausgeprägte Emotionen) lösen oft Migräne-Attacken aus.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Obst und Gemüse: Bunt essen ist gesund

Rot, grün, gelb, violett: Was die Farbe über die Lebensmittel verrät, lesen Sie hier.

Intimpflege-Produkte schuld an Infektionen?

Wer Waschgels oder Cremes verwendet, leidet häufiger unter Pilz- und Harnwegsinfekten.

Bringt Kaffee das Herz aus dem Takt?

Offenbar hat Koffein in moderaten Mengen sogar einen schützenden Effekt.

Glaukom: Tropfen helfen im Schlaf

Die neuartigen Augentropfen enthalten einen Inhaltsstoff von Cannabis.

Medikamente: Typische Fehler vermeiden

Apotheker geben Tipps für die Einnahme von Tabletten, Säften, Tropfen & Co.

Spargel ist selten mit Schadstoffen belastet

Spargel gehört zu den am wenigsten belasteten Gemüsesorten.

Negative Gefühle schaden langfristig

Wer sich von Stress einnehmen lässt, leidet Jahre später oft unter Gesundheitsproblemen.

Schadet Cannabis dem Herzen?

Cannabis trägt im Gegensatz zu Tabak nicht dazu bei, dass die Arterien verkalken.

4 Tipps gegen Smartphone-Sucht

Wie Digital Detox am besten geklingt, erklären amerikanische Forscher.

Psoriasis: Mehr als nur ein Hautproblem

Oft werden Schuppenflechte von Diabetes, Depressionen oder Darmerkrankungen begleitet.

Thema der Woche: Clean Eating

Die wichtigsten Regeln und Basics des Ernährungskonzepts im Überblick.

Selbstakupressur gegen Regelschmerzen

Einige Druck- und Massageübungen könnten Frauen mit Regelschmerzen helfen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Weltneuheit für natürliches Hören.

Die Pure Charge&Go Hörgeräte bieten Ihnen die Kombination aus natürlichstem Klang der eigenen Stimme und dem Komfort nie mehr Batterien wechseln zu müssen! Machen Sie jetzt den Alltagstest beim Signia Innovationspartner!
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen