Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Rauchstopp auf Raten könnte leichterfallen

Aktuelles

Junge Frau ca. 30, etwas unscharf im Hintergrund, graue Bluse, zerbricht lächelnd eine Zigarette mit den Händen (Vordergrund)

Ein Rauchstopp könnte leichterfallen, wenn man sich schrittweise vom Quarzen verabschiedet.
© zinkevych - Fotolia

Fr. 30. Januar 2015

Rauchstopp auf Raten könnte erfolgreicher sein

Wäre es leicht, das Rauchen aufzugeben, gäbe es hierzulande vermutlich deutlich mehr Nichtraucher. Auf der Suche nach Antworten, warum ein Rauchstopp so schwerfällt, kamen dänische Neurowissenschaftler jetzt zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Anzeige

Die Forscherhatten mit Hilfe von bildgebenden Verfahren untersucht, was kurz nach einem Rauchstopp im Gehirn passiert. Ihr Ergebnis: Nach nur zwölf Stunden Nikotinentzug sinken die Sauerstoffaufnahme und der Blutfluss im Gehirn im Vergleich zu lebenslangen Nichtrauchern um bis zu 17 Prozent ab. "Die Gehirnscans deuten darauf hin, dass regelmäßige Raucher in den ersten Stunden, nachdem sie die Zigaretten aufgegeben haben, einen Demenz-ähnlichen Zustand erleben", sagt Professor Albert Gjedde von der Universität Kopenhagen in Dänemark.

Dies sei ein Entzugssymptom, vermuten die Wissenschaftler. Anfangs habe das Rauchen einen positiven Effekt. So erhöhe sich durch das Rauchen die Gehirnaktivität zunächst, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism. Doch passe sich das Hirngewebe schnell an und der Effekt verschwinde. Höre man dann schlagartig mit dem Rauchen auf, träten die gefundenen Entzugserscheinungen auf. Dies könne eine sehr unangenehme Erfahrung und möglicherweise einer der Gründe sein, warum es so schwierig ist, das Rauchen ein für alle Mal aufzugeben.

Wie viel Zeit ins Land gehen muss, bis das Gehirn ehemaliger Raucher wieder normal funktioniert, wissen die Forscher nicht. "Wir vermuten, dass es Wochen wenn nicht gar Monate dauern könnte", sagt Gjedde. Den Studienergebnissen folgend könnte es eine gute Idee sein, sich nach und nach von Zigaretten zu verabschieden, um die schlimmsten Entzugserscheinungen zu vermeiden, so der Neurowissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erkältung: Symptome gezielt lindern

Halsschmerzen, Husten und Schnupfen muss man nicht einfach aushalten.

Was beim Küssen im Körper passiert

Warum Küssen in den allermeisten Fällen gesund ist, erklärt ein Experte.

5 Tipps: Hautpflege in den Wechseljahren

Hormonelle Umstellungen können dazu führen, dass sich auch die Haut verändert.

Aufpassen bei billigem Modeschmuck

Die Grenzwerte für Blei und Cadmium werden häufig überschritten.

Migräne-Prophylaxe wirkt bei Kindern nicht

Medikamente, die Migräneattacken vorbeugen, helfen jungen Patienten oft nicht.

Tipps, damit Stress nicht das Herz angreift

Welche Maßnahmen das Risiko für Herzerkrankungen senken können.

Ruhepuls ist bei jedem unterschiedlich

Zwischen einzelnen Menschen kann er sich um bis zu 70 Schläge pro Minute unterscheiden.

Gesund leben: Dranbleiben lohnt sich

Auch wenn der Arzt Medikamente verschrieben hat, zahlen sich Bewegung und gesunde Ernährung aus.

Verbrennung: Wasser hilft am besten

Besser nicht zu Hausmitteln greifen, sondern einfach unter fließendem Wasser kühlen.

Weniger Blähungen trotz Ballaststoffen

Eine geschickte Nahrungsauswahl hilft, weniger zu pupsen.

Grippe, Erkältung oder Coronavirus?

Um welche Infektion es sich handelt, lässt sich oft schon anhand der Symptome feststellen.

Coronavirus: Was bringt ein Mundschutz?

In einigen Apotheken sind Atemschutzmasken bereits ausverkauft.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen