Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Das hilft gegen trockenen Mund

Aktuelles

Älterer Mann trinkt ein Glas Wasser.

Regelmäßig trinken sorgt dafür, dass der Mund nicht austrocknet.
© Peter Maszlen - Fotolia

Mo. 09. Februar 2015

Nebenwirkung: Das hilft gegen trockenen Mund durch Medikamente

Wer nachts schnarcht, kennt das Gefühl am Morgen: Die Zunge klebt am Gaumen, der Mund ist trocken. Dann helfen ein paar Schluck Wasser und alles ist in Ordnung. Wenn Mundtrockenheit auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen ist, helfen Tipps und Präparate vom Apotheker.

Anzeige

Speichel besteht aus Wasser, Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen und Immunglobulinen. Schleimstoffe sorgen dafür, dass er nicht abrinnt, sondern gut an Schleimhäuten und Zähnen haftet. Speichel erleichtert das Schlucken und Kauen und verstärkt das Geschmacksempfinden. Enzyme spalten die Nahrung auf und unterstützen die Verdauung. Mineralien regenerieren den Zahnschmelz und neutralisieren schädigende Säuren. Speichel erhält die natürliche Bakterienflora der Mundhöhle, so dass eindringende Keime bekämpft und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches vermieden werden.

Bei einer Reihe von Arzneimitteln findet man im Beipackzettel als Nebenwirkung Mundtrockenheit, fachsprachlich Xerostomie genannt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Anticholinergika gegen Harninkontinenz, Verengung der Bronchien oder Krämpfe des Magen/Darmtrakts,
  • Scopolamin, in Form von Pflastern gegen Reiseübelkeit,
  • Anthistaminika gegen Schlafstörungen, Allergien oder Reisekrankheit,
  • Antidepressiva, Antiepileptika oder Benzodiazepine,
  • Blutdrucksenker vom Typ der Diuretika (entwässernde Mittel),
  • ACE-Hemmer, Betablocker oder Calciumantagonisten,
  • Chemotherapeutika zur Behandlung von Krebs,
  • Opioide, zur Behandlung starker Schmerzen und manche Antiparkinsonmittel.

Ist ein Arzneimittel die Ursache, hält man am besten mit dem Arzt Rücksprache. Oft kann die Dosis reduziert oder das Mittel gewechselt werden. Ist das nicht möglich, kann man selbst etwas tun. Ganz wichtig ist es, viel zu trinken, am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Ein paar Spritzer Zitronensaft können die Wirkung verbessern. Wann immer nötig, den Mund mit Wasser ausspülen. Der Zusatz von alkoholfreien Mundspüllösungen kann den Speichelfluss verstärken. Außer Haus ist es sinnvoll, stets eine kleine Flasche Wasser mit sich zu führen. Ansonsten helfen zuckerfreie Kaugummis oder das Lutschen von sauren Bonbons oder salzhaltigen Pastillen. Mit "künstlichem Speichel" in Form von Mundsprays oder Lösungen kann die Mundhöhle direkt befeuchtet werden. Er ist mit oder ohne Aromastoffe in Apotheken erhältlich.

UK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diät und Sport gegen Gestationsdiabetes?

Neue Studienergebnisse kommen zu einem ernüchternden Ergebnis.

Hörgeräte schützen auch das Gehirn

Wer schlecht hört, profitiert in mehrfacher Hinsicht davon, ein Hörgerät zu tragen.

Schwanger in den Urlaub

Ein Gynäkologe erklärt, worauf es bei der Urlaubsplanung ankommt.

Übertriebene Hygiene ist schädlich

Desinfektionsmittel im Alltag sind unnötig und können sogar schaden.

Softdrinks könnten das Krebsrisiko erhöhen

Zuckerhaltige Getränke sorgen vermutlich nicht nur für Karies und Übergewicht.

Was können Superfoods wirklich?

Chiasamen, Açai- oder Gojibeeren sind nicht gesünder als viele heimische Lebensmittel.

Diese Zecke nistet sich in Wohnungen ein

Die Braune Hundezecke kann schnell zur Plage in Wohnungen werden.

Laufbandtraining hilft bei Regelschmerzen

Ausdauersport hilft Frauen, die während ihrer Periode unter Schmerzen leiden.

Blasenentzündung: Wann zum Arzt?

Nicht immer ist sofort ein Antibiotikum nötig, erklärt eine Apothekerin.

Übergewicht: So schlimm wie Rauchen?

Das Risiko für einige Krebsarten steigt durch Übergewicht stark an.

Check-up deckt viele unerkannte Probleme auf

Auch Personen, die sich gesund fühlen, sollten daher regelmäßig zum Gesundheits-Check-up.

Hochsaison für Eichenprozessionsspinner

Die Haare der Raupen sind hochgiftig und sorgen für schwere allergische Reaktionen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen